Die wichtigsten Cloud-Computing-Anbieter im Vergleich

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Immer mehr Unternehmen erwägen den Wechsel in die Public Cloud. Vorteile sind die unkomplizierte Skalierung, der Zugriff auf innovative Technologien und das flexible Pay-as-you-go-Preismodell. Doch stellt sich die Frage, welcher der vielen Cloud-Computing-Anbieter der richtige Partner ist – AWS, Azure, Google & Co. verfügen alle über spezifische Stärken und Schwächen. Erfahren Sie, was genau die Unterschiede ausmacht und warum der Bezug als Managed Cloud sinnvoll sein kann.

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Quo vadis Cloud-Computing-Anbieter?

Cloud-Services sind auf dem Vormarsch. Kaum ein anderes IT-Segment wächst schneller. In den letzten Jahren verdoppelten sich die Investitionssummen alle zwei bis drei Jahre. Während einige Unternehmen Cloud-First-Strategien verfolgen, setzen andere zunehmend auf hybride Lösungen.

Cloud-Computing-Anbieter ist jedoch nicht gleich Cloud-Computing-Anbieter. Es gibt beträchtliche Unterschiede, was die Bandbreite der Dienstleistungen angeht; aber auch die Preisgestaltung oder das Innovationsniveau unterscheiden sich zum Teil deutlich.

Das Spitzenfeld bilden die großen Drei: AWS, Azure und Google. Ihnen auf den Fersen sind Anbieter wie IBM oder die Alibaba Cloud. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Provider, die für bestimmte Branchen oder Anwendungszwecke ebenfalls interessant sein können.

Die wichtigsten Cloud-Computing-Anbieter im Vergleich

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Cloud-Computing-Anbieter vor und vergleichen ihre Stärken und Schwächen.

Amazon Web Services (AWS)

Amazon Web Services ist ein Cloud-Computing-Anbieter der ersten Stunde. Bereits im Jahr 2006 brachte das Unternehmen erste Cloud-Services auf den Markt. Damals konzentrierte sich das Angebot auf Infrastructure as a Service (IaaS), also die Bereitstellung von virtualisierten Computerressourcen über das Internet.

Bis 2006 war Amazon primär als weltweit größter Online-Buchhändler in Erscheinung getreten. Der Erfolg von AWS in den Folgejahren war jedoch so durchschlagend, dass die Cloud-Sparte den E-Commerce-Zweig als dominantes Geschäftsmodell von Amazon ablöste. Andy Jassy, Gründer von Amazon Web Services und inzwischen CEO von Amazon, konnte mit AWS im Jahr 2023 einen Umsatz von über 90 Milliarden Dollar erwirtschaften. Nach Marktanteilen (30 Prozent) ist Amazon Web Services der aktuell führende Cloud-Computing-Anbieter.

Dabei hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, der Buchversender hätte das Cloud-Geschäft nur gestartet, um ungenutzte Infrastruktur-Kapazitäten zu monetarisieren. Saisonale Lastspitzen, wie das Weihnachtsgeschäft, hätten große Ressourcen benötigt, die dann den Rest des Jahres brach gelegen hätten. Deshalb hätte es sich angeboten, die Infrastruktur während solcher Phasen zu vermieten. So schön sich diese Geschichte liest – verschiedene Amazon-Offizielle haben klargestellt, dass AWS von Anfang an als Cloud-Computing-Anbieter für externe Kunden gedacht war.

Die Technik hinter AWS 

Das Herzstück von AWS bildet die sogenannte Amazon Elastic Compute Cloud (EC2). Diese stellt den Kunden virtuelle Server zur Verfügung, die sich physisch in den Rechenzentren von Amazon befinden. Die Bezeichnung „Elastic“ verweist darauf, dass jederzeit flexibel Rechenleistung hinzugefügt oder entfernt werden kann.

Angesteuert werden die virtuellen Server via Amazon Machine Images (AMI). Mit ihrer Hilfe lassen sich Server ähnlich einer Blaupause definieren. So können den Maschinen leicht Betriebssysteme zugewiesen und Anwendungsumgebungen mit Software ausgestattet werden. Es ist sowohl möglich, individuelle AMIs zu erstellen als auch auf vorkonfigurierte Images zurückzugreifen.

Hardwareseitig sind vor allem die Graviton-Prozessoren zu nennen, welche die Amazon-Rechenzentren antreiben. Die neueste Generation Graviton4 bietet nochmals verbesserte Leistung für viele Cloud-Workloads.

Das Produktportfolio 

Das Produktportfolio von AWS überzeugt durch starke Angebote im Bereich IaaS, Analysefunktionen und künstliche Intelligenz. Dabei profitieren Kunden vor allem von der hohen Produktreife. Unternehmen können sich darauf verlassen, dass die angebotenen Dienste zuverlässig funktionieren. Entwickler greifen aus diesem Grund gerne auf die ebenfalls erhältlichen Platform-as-a-Service-Angebote (PaaS) von AWS zurück.

AWS bietet mit EKS (Elastic Kubernetes Service) einen leistungsfähigen verwalteten Kubernetes-Dienst an. Viele Kunden setzen weiterhin auf die Eigenentwicklung Elastic Container Service (ECS), was zu einer gewissen „Fragmentierung“ innerhalb des AWS-Portfolios führt. Während Google Kubernetes Engine (GKE) und Azure Kubernetes Service (AKS) eine besonders tiefe Integration in ihre Cloud-Ökosysteme bieten, bevorzugen AWS-User oft ECS aufgrund einer engeren Anbindung an andere AWS-Dienste.

EC2-Instanzen werden in der Regel nach Nutzungszeit abgerechnet. Es gibt aber auch laufzeitbasierte Modelle. In jedem Fall wird nach Art der Instanz unterschieden, zum Beispiel speicherplatz-, arbeitsspeicher- oder datenverarbeitungsoptimierte Instances. Für jeden Typ stehen jeweils eine Vielzahl unterschiedlicher Paketgrößen zur Auswahl. Das sorgt kundenseitig für ein hohes Maß an Flexibilität.

Allerdings erhöht diese Vielfalt auch die Komplexität. Das umfangreiche Portfolio an Instanzen und Zusatzangeboten kann die Kostenkontrolle erschweren. AWS stellt jedoch Tools wie den Cost Explorer und den Trusted Advisor bereit, um Unternehmen bei der Optimierung ihrer Ausgaben zu supporten. IT-Verantwortliche sollten egelmäßig ihre AWS-Kosten analysieren, da ungenutzte Ressourcen oder falsch gewählte Instanztypen schnell zu unerwartet hohen Ausgaben führen.

Amazon baut sein Angebot kontinuierlich aus, um mit Microsoft mitzuhalten. Laut aktuellen Zahlen haben sich die Marktanteile von AWS und Microsoft weiterentwickelt, wobei Microsoft Azure stetig Marktanteile gewinnt.

Microsoft Azure

Wie AWS gehört Microsoft Azure zu den frühen großen Cloud-Computing-Anbietern; bereits seit 2010 bietet Microsoft entsprechende Services an.

Das Produktportfolio 

Azure überzeugt vor allem durch seine Produktvielfalt. Das umfasst unter anderem die Bereitstellung von virtuellen Maschinen, Storage-Services, Datenbanken und Content-Delivery-Systemen. Auch Big Data-Analysen mit Hadoop kann über die Microsoft-Cloud bezogen werden ebenso wie IoT-Anwendungen und Machine-Learning-Dienste.

Punkten kann Microsoft auch im Bereich Platform as a Service. Viele Experten halten Azure hier für die aktuell umfassendste Lösung. Entwickler haben Zugriff auf Tools wie Visual Studio oder .NET. Auch ein leistungsfähiges Management für API-Schnittstellen wird geboten. Und nicht zuletzt macht sich das große Ökosystem von Partnern positiv bemerkbar.

SaaS als Alleinstellungsmerkmal 

Neben diversen IaaS- und PaaS-Diensten bietet Microsoft mit Microsoft 365 auch eine äußerst beliebte Software-as-a Service-Lösung (SaaS) für Unternehmen an. Microsoft Teams ist ein etabliertes SaaS-Produkt, das in vielen Unternehmen als zentrales Kommunikations-Tool genutzt wird. Hierin besteht ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber AWS, welches keine vergleichbaren SaaS-Angebote bietet. Azure ist also in dieser Hinsicht die komplettere Cloud-Lösung.

Mittelständische Unternehmen setzen auf Azure 

Aufgrund dieser riesigen Bandbreite hat sich Azure zu einem beliebten Partner für mittelständische deutsche Unternehmen entwickelt. Egal, welcher Service oder welche Technologie benötigt werden, Azure bietet in fast jedem Fall eine entsprechende Lösung an. Das hat den Vorteil, dass nicht unterschiedliche Produkte verschiedener Anbieter kombiniert werden müssen, was unter Umständen zu Konflikten führen kann. Stattdessen arbeiten alle Azure-Dienste ausgezeichnet zusammen. Das Ergebnis ist eine runde User-Experience.

Der Fokus auf deutsche Enterprise-Kunden lässt sich auch daran ablesen, dass Microsoft über mehrere deutsche Rechenzentren verfügt und durch die Eröffnung neuer Rechenzentrumsregionen, insbesondere im Rheinischen Revier in Nordrhein-Westfalen, erweitert. Auf diese Weise können europäische Datenschutzgesetz-Anforderungen (siehe unsere Blogartikel „NIS-2-Richtlinie: Das müssen betroffene Unternehmen wissen“ und „Was ist die DORA-Verordnung – und wie bereiten Sie Ihr Unternehmen darauf vor?„) besser erfüllt werden, was die bereits hohe Kundenakzeptanz hierzulande noch verstärkt. Bei anderen nichteuropäischen Cloud-Computing-Anbietern fehlen entsprechende Angebote oft noch. Hier sollten Unternehmen genau prüfen, ob sie mit der Verlagerung von Daten in die Cloud rechtlich auf der sicheren Seite sind.

Technische Details 

Im Kern verwendet Azure die Virtualisierungssoftware Azure-Hypervisor, der auf Hyper-V basiert. So lassen sich leicht virtuelle Maschinen erstellen, denen dann Bandweite, Speicherplatz und Arbeitsspeicher zugewiesen werden können. Die Zuteilung von Hardware-Ressourcen an die jeweilige Anwendung geschieht durch den Fabric-Controller von Azure.

Ein großer Vorteil von Azure besteht darin, dass die Public-Cloud-Services mithilfe von Azure Stack auch lokal betrieben werden können. So lassen sich problemlos hybride Szenarien realisieren. Das hilft Unternehmen zum Beispiel dabei, gesetzliche Anforderungen an den Datenschutz besser zu erfüllen, was durch eine reine Public Cloud eventuell nicht gegeben wäre. Azure Stack ermöglicht damit echte Hybrid-Cloud-Lösungen, welche für viele deutsche Unternehmen ein wichtiges Zukunftsmodell darstellen.

Der Azure Marketplace 

Mit dem Azure Marketplace hat Microsoft einen Marktplatz für Produkte von Drittanbietern geschaffen. Hier können Unternehmen diverse Zusatzservices und Erweiterungen einkaufen. Unter anderem stehen hier auch Open-Betriebssysteme wie openSUSE, CentOS, Debian Linux sowie FreeBSD und OpenBSD zur Verfügung. Zudem sind weitere Distributionen wie Ubuntu, Red Hat Enterprise Linux und AlmaLinux erhältlich. Auch eine Linux-Version von SQL ist verfügbar. Darüber hinaus bietet Microsoft eine breite Unterstützung für Open-Source-Anwendungen, darunter Datenbanklösungen wie PostgreSQL und MySQL, Container-Orchestrierungstools wie Kubernetes sowie Entwicklungswerkzeuge wie Jenkins und GitLab. Das zeigt, dass sich Microsoft Azure gegenüber den Anfangstagen stark geöffnet hat und Open-Source-Technologien integriert.

Google Cloud Platform (GCP)

Die Google Cloud Platform bleibt weiterhin die Nummer drei im globalen Cloud-Markt hinter AWS und Azure. Während AWS und Azure die führenden Anbieter bleiben, konnte Google seinen Marktanteil in den letzten Jahren stetig ausbauen und eine wachsende Rolle im Enterprise-Segment einnehmen. Die Google Cloud hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und bietet mittlerweile umfassende Lösungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Neben klassischen IT-Dienstleistern setzen auch zahlreiche Großkonzerne aus Industrie, Handel und Finanzwesen auf die Cloud-Dienste von Google. Grundsätzlich versucht Google mit seinem Cloud-Service neue Wege zu gehen. Das geschieht zum Beispiel, indem Finanz-, Versicherungs-, Healthcare-, Banken-, und Energieversorger-Services in die Cloud-Computing-Angebote integriert werden. Auf diese Weise hat Google sein Cloud-Einnahmemodell auf Basis von Branchenlösungen gegenüber der Konkurrenz stärker diversifiziert. Unter anderem verdienen die Kalifornier auch an Analysedaten, Marketing- und Vertriebs-Technologie sowie Anzeigendiensten. Insofern steht bei Google der Ökosystem-Gedanke stärker im Vordergrund als bei anderen Cloud-Computing-Anbietern wie zum Beispiel AWS, welches gegenüber der Konzernmutter Amazon vergleichsweise unabhängig agiert.

Google hat sein Angebot für Unternehmenskunden konsequent ausgebaut und konnte in diesem Bereich deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnen. Trotz dieses Wachstums bleibt Google Cloud in Bezug auf die Marktführerschaft weiterhin hinter AWS und Azure. Google Cloud bietet mittlerweile ein breites Spektrum an Infrastruktur– und Plattformdiensten (z.B. Cloud Run) an. Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz und Machine Learning setzt das Unternehmen auf innovative Lösungen, die zunehmend in Geschäftsprozesse integriert werden.

IBM

Obwohl IBM im Public-Cloud-Markt hinter führenden Anbietern wie AWS und Azure liegt, gehört das Unternehmen zu den bedeutenden Akteuren im Bereich der Hybrid-Cloud-Lösungen. Seit der Übernahme von Red Hat im Jahr 2019 für 34 Milliarden US-Dollar hat IBM seine Position im Hybrid-Cloud-Markt gestärkt.

IBM überzeugt insbesondere durch seine Hybrid-Cloud– und Multi-Cloud-Lösungen, die im Unternehmenssektor weiterhin an Bedeutung gewinnen. Bei einer Hybrid Cloud werden sensible Daten in eine speziell abgesicherte Private Cloud gelegt, während unkritische Daten in die flexible Public Cloud wandern. Eine Multi-Cloud erlaubt es, die Cloud-Angebote unterschiedlicher Anbieter zu vereinen. Das hat den Vorteil, dass die speziellen Features von Provider A mit den speziellen Features von Provider B kombiniert werden können. Für die Umsetzung seiner Multi- und Hybrid-Cloud-Angebote setzt IBM auf Linux-basierte Lösungen, Container-Technologien und Kubernetes.

Eine weitere Besonderheit von IBM sind die Cloud Paks. Diese containerisierten Softwarelösungen bündeln wesentliche Funktionen und Anwendungen für den Cloud-Betrieb von Unternehmen und erleichtern Unternehmen die Entwicklung und den Betrieb ihrer Cloud-Umgebungen. Zudem lassen sich die Cloud Paks branchenspezifisch anpassen, wodurch maßgeschneiderte Umgebungen effizient bereitgestellt werden können.

Alibaba Cloud

Die Alibaba Cloud bietet eine beachtliche Auswahl an IaaS- und PaaS-Produkten, unter anderem:

In Deutschland gewinnt Alibaba Cloud zunehmend an Bekanntheit und unterhält eine globale Infrastruktur. Das Angebot richtet sich sowohl an Unternehmen in China als auch international. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner ist Alibaba Cloud mehrere Jahre in Folge einer der Top 5 Anbieter von IaaS weltweit.

Da immer mehr deutsche Unternehmen in China und Ostasien tätig sind, kann die Nutzung von Alibaba Cloud für diese Organisationen vorteilhaft sein, um den komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen und Marktregulierungen vor Ort gerecht zu werden. Alibaba Cloud bietet mit dem „China Gateway“ eine maßgeschneiderte Lösung für ausländische Unternehmen, die den Eintritt in den chinesischen Markt erleichtern soll.

Zusätzlich hat Alibaba angekündigt, in den nächsten drei Jahren 50 Milliarden US-Dollar in Künstliche Intelligenz und Cloud Computing zu investieren, um die technologische Entwicklung weiter voranzutreiben.

Diese Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung von Alibaba Cloud als globalen Akteur im Cloud-Computing-Sektor und als strategischen Partner für Unternehmen, die in China expandieren möchten.

Oracle Cloud

Die Oracle Cloud richtet sich vor allem an Kunden, welche bereits mit Oracle-Datenbanken arbeiten. Das Angebot umfasst eine Standardausstattung von Compute-, Cloud-Speicher-, Netzwerk-, Datenbank– und Analyse-Diensten. Auch PaaS-Services für Datenbank-, Java- und mobile Backend-Anwendungen werden geboten.

In den letzten Jahren hat Oracle sein Cloud-Angebot erheblich erweitert und bietet nun umfassende Lösungen in den Bereichen Management-Automatisierung, Hybrid Cloud, Künstliche Intelligenz und DevOps an. Oracle Cloud eignet sich mittlerweile für Organisationen, die native Cloud-Anwendungen entwickeln möchten, dank der kontinuierlichen Erweiterung ihrer Services und Partnerschaften. Gut geeignet ist die Oracle Cloud für Legacy-Migrationen, z.B. falls Ihr Unternehmen einen teuren Ausbau des on-prem Rechenzentrums vermeiden möchte. Das liegt vor allem an der ausgefeilten Datenbank-Struktur, der Unterstützung aktueller Lizenzen und einem soliden Paket von SaaS-Anwendungen für Unternehmen.

Oracle Cloud positioniert sich preislich wettbewerbsfähig im Vergleich zu anderen Anbietern wie AWS und hat gleichzeitig ihr Serviceportfolio erweitert, um eine breitere Palette von Lösungen anzubieten. Oracle hat die Anzahl seiner regionalen Rechenzentren weltweit erhöht, um eine verbesserte Redundanz und Verfügbarkeit für Unternehmen sicherzustellen.

SAP

SAP bietet auf seiner SAP Business Technology Platform eine Reihe von Cloud-Services an. Ursprünglich wurde dieses Angebot als SAP Cloud Platform eingeführt, bevor es in die SAP Business Technology Platform integriert wurde. Die SAP Business Technology Platform dient als zentrale Cloud-Lösung von SAP und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Insbesondere für Entwickler stellt SAP Build eine interessante Option dar. Die Cloud-Lösung basiert auf der In-Memory-Technologie HANA und eignet sich vor allem für Szenarien im Analytics- und Big-Data-Umfeld als auch für die Entwicklung intelligenter Anwendungen sowie die sichere Integration neuester KI-Modelle. Vor allem bestehende SAP-Kunden zeigen großes Interesse an den Cloud-Services des Unternehmens. Es ist jedoch zu beachten, dass der ‚Go Live‘ bei der SAP-Cloud mitunter mehr Zeit in Anspruch nehmen kann als bei anderen Cloud-Computing-Anbietern.

Warum der Bezug als Managed Cloud sinnvoll ist

Keine Frage: Public-Cloud-Lösungen wie Azure oder AWS bieten großes Potenzial, was Flexibilität und Skalierbarkeit angeht. Unternehmen können ihre IT-Infrastruktur so von Grund auf erneuern, ohne teure Hardware-Anschaffungen tätigen zu müssen. Allerdings gehen diese Lösungen auch mit einem gewissen Grad an Komplexität einher. Es stellen sich Fragen wie:

  • Welcher Anbieter ist für unsere speziellen Unternehmensanforderungen der richtige? Werden die Dienste und Prozesse geboten, die wir in unserer Situation benötigen?
  • Sollten wir alle unsere Dienste und Anwendungen in die Cloud verlagern oder ist es sinnvoller, einen Teil der Daten lokal vorzuhalten?
  • Wie gut oder schlecht erfüllt der Cloud-Computing-Anbieter europäische Datenschutzanforderungen? Sind wir hier auf der sicheren Seite?
  • Sollten wir Lösungen unterschiedlicher Cloud-Computing-Anbieter kombinieren (Multi Cloud), um Zugriff auf mehr Anwendungen und Features zu erhalten?
  • Wie gestaltet sich die Preisstruktur? Überblicken wir die oft komplexen Preiskataloge so gut, dass wir es vermeiden, zu viel zu bezahlen?
  • Wie steht es um den Support? Können wir bei derart großen Organisationen davon ausgehen, dass unsere individuellen Probleme und Fragen wirklich gehört werden?

Alle diese Fragen müssen individuell beantwortet werden. Beispielsweise kann für ein bestimmtes Unternehmen Anbieter X mehr Sinn machen, weil er im Bereich PaaS stärker aufgestellt ist. Für ein anderes Unternehmen macht dagegen Anbieter Y mehr Sinn, weil er dieselben Datenbankstrukturen verwendet. Auch beim Thema Datenschutz existieren je nach Industrie unterschiedliche Anforderungen.

Um dieser Komplexität gerecht zu werden und die Vorteile der Public Cloud zu nutzen, kann die Zusammenarbeit mit einem Managed-Services-Provider Sinn machen. Dieser tritt als Vermittler zwischen Ihnen und dem Public-Cloud-Anbieter auf. So haben Sie einen vertrauenswürdigen, persönlichen Ansprechpartner der Ihnen die gewünschten Services zur Verfügung stellt, die Aussteuerung zwischen Cloud und On-Prem-Infrastruktur vornimmt, auf Datenschutzanforderungen achtet und Kostenstrukturen optimiert.

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