Was ist eine Hybrid Cloud? Vorteile und Anwendungsfälle

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Kunden erwarten Flexibilität und Ihre IT-Infrastruktur muss diesem Umstand Rechnung tragen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Organisationen für eine Hybrid Cloud. Diese Lösung vereint die Vorteile verschiedener Cloud-Umgebungen. So erweitern Sie Ihr bestehendes Rechenzentrum vor Ort und machen Ihre IT leistungsfähiger.

Erfahren Sie, wie eine Hybrid Cloud aufgebaut ist, welche Vor- und Nachteile sie hat und welche Anwendungsfälle es gibt.

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Definition: Was ist eine Hybrid Cloud?

Eine Hybrid Cloud kombiniert mehrere Arten von Cloud-Umgebungen, wobei typischerweise eine Public Cloud mit einer Private Cloud verbunden wird. Es können jedoch auch andere Komponenten, wie lokale Rechenzentren oder Edge-Geräte in die Hybrid-Cloud-Lösung integriert werden.

Ein solches Setup bietet Ihnen zahlreiche Vorteile. Sie können sensible Daten wie Kundeninformationen oder geistiges Eigentum sicher in Ihrer privaten Cloud speichern. Gleichzeitig erhalten Sie Zugriff auf eine gut skalierende Public-Cloud-Lösung, die Sie für weniger kritische Daten nutzen können.

Außerdem können Sie mit einer Private Cloud steuern, wer Ihre Daten abrufen darf. Das hilft dabei, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen – ein Thema, das insbesondere für EU-Unternehmen relevant ist. Denn bestimmte Public Clouds sind nicht vor dem Zugriff ausländischer Regierungen geschützt.

Die unterschiedlichen Komponenten einer Hybrid Cloud müssen eng verzahnt sein, um eine einheitliche Arbeitsumgebung zu erhalten. Dabei müssen oft existierende On-Prem-Lösungen integriert werden.

Eine Hybrid Cloud bietet zahlreiche Anwendungsfälle von der Konsolidierung bestehender Rechenzentren bis hin zur Minimierung von Risiken. Beispielsweise können Sie flexibel Workloads zwischen unterschiedlichen Clouds hin- und herschieben, falls ein System ausfällt.

Hybrid Clouds haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, denn die bereits vorhandene Infrastruktur kann leicht eingebunden werden. Viele Unternehmen ziehen dies einem Tabula-Rasa-Ansatz vor, bei dem bestehende Systeme aufgegeben werden müssen.

Ein weiterer Grund ist das Thema Datenhoheit. Viele IT-Verantwortliche haben Vorbehalte gegenüber einer reinen Public-Cloud-Lösung. Sie haben das Gefühl, sich hier zu sehr von einem Anbieter abhängig zu machen. Eine hybride Cloud räumt diese Vorbehalte aus.

Die Elemente einer Hybrid Cloud

Die folgenden Cloud-Umgebungen können alle Bestandteil einer Hybrid Cloud sein:

Public Cloud

Diese Umgebung wird von einem Public-Cloud-Provider bereitgestellt. Der große Vorteil – solche Lösungen skalieren sehr gut und sind dabei kosteneffizient. Bekannte Anbieter sind Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und die Google Cloud. Bei diesem Modell teilen sich mehrere Kunden denselben Server, wobei jeder Kunde über einen eigenen Login verfügt. Um Redundanz zu gewährleisten, werden Rechenzentren an verschiedenen geografischen Standorten betrieben.

Private Cloud (gehostet)

Bei einer gehosteten Private Cloud befinden sich die Server außerhalb des Unternehmens und werden von einem externen Dienstleister betrieben. Anders als bei einer öffentlichen Cloud erhält jedoch jedes Unternehmen seine dedizierten Server – die Server werden nicht geteilt.

Das erklärt auch, warum gehostete Private Clouds in der Regel teurer sind als eine Public Cloud. Sie bieten aber den großen Vorteil, dass die gespeicherten Daten in der Private Cloud besonders gut abgeschirmt sind. Sollte ein Server kompromittiert werden, ist nur ein Unternehmen betroffen und nicht die komplette Server-Umgebung. So wird das Risiko für Kollateralschäden reduziert.

Shared Hosted Cloud

Bei dieser Cloud-Variante teilen sich die Kunden die Hardwareressourcen, wobei sich die Server innerhalb der EU befinden. Letzteres ist der zentrale Unterschied zur klassischen Public Cloud. EU-Nutzer können sich darauf verlassen, dass die gesetzlichen Anforderungen an die Datenhoheit und den Standort erfüllt werden.

Ein Beispiel hierfür ist die Proact Hybrid Cloud (PHC). Sie stellt Ihnen Rechenzentren in mehreren europäischen Ländern zur Verfügung; Ihre Daten verlassen nie den Rechtsraum der EU. Gleichzeitig genießen Sie den Komfort einer Managed-Cloud-Lösung.

On-Prem-Private-Cloud

Eine On-Prem-Private-Cloud, ist eine Private Cloud, die vor Ort, also auf dem Firmengelände betrieben wird. Typischerweise wird die Cloud-Infrastruktur auch vom Unternehmen selbst betreut. Es gibt jedoch auch Provider, die eine lokale Private Cloud für Sie vor Ort verwalten. Dadurch wird das Inhouse-Team entlastet und kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Legacy-Infrastruktur

Auch Legacy-Infrastruktur kann in eine Hybrid Cloud integriert werden. Auf diesen On-Prem-Systemen laufen Legacy-Anwendungen, die nicht ohne Weiteres abgeschaltet oder umgezogen werden können. Zusammen bilden sie ein lokales Netzwerk (LAN), auf welches die Nutzer von ihren Arbeitsplätzen aus zugreifen können, aber nicht über eine Internetverbindung.

Darin besteht für viele Unternehmen der Hauptvorteil einer Hybrid Cloud – existierende Systeme können weitergenutzt werden. Außerdem werden auf diese Weise die Abogebühren für Cloud-Dienste niedrig gehalten.

Hybrid Cloud vs. Multi-Cloud

Typischerweise verbindet eine Hybrid Cloud eine Public mit einer Private Cloud. So profitieren Unternehmen einerseits von der Skalierbarkeit der Public Cloud und andererseits von den Sicherheits-Features der Private Cloud.

Bei einer Multi-Cloud werden hingegen verschiedene Public Clouds miteinander kombiniert, beispielsweise die Public-Cloud-Dienste von AWS und Microsoft Azure. Auf diese Weise können Unternehmen auf verschiedene Funktionen von verschiedenen Anbietern zugreifen. Ist Funktion A nur bei AWS und Funktion B nur bei Microsoft Azure verfügbar, können Sie jetzt trotzdem beide verwenden.

Die Preisgestaltung ist ein weiterer Grund, warum Unternehmen zu Multi-Cloud-Lösungen greifen. Sie können Services miteinander vergleichen und die jeweils günstigere Variante wählen.

Hybrid Clouds und Multi-Clouds können auch miteinander kombiniert werden. Wenn der Public-Cloud-Anteil Ihrer Hybrid Cloud mehrere Anbieter umfasst, dann spricht man von einer hybriden Multi-Cloud.

Vorteile

Hybrid Clouds bieten zahlreiche Vorteile.

Sicherheit und Skalierbarkeit

Mit einer Hybrid Cloud bekommen Sie das Beste aus zwei Welten. Sie können sensible Daten in Ihrer privaten Cloud speichern. Das hilft dabei, Compliance-Anforderungen zu erfüllen, z. B. in Industrien wie der Finanz- oder der Medizinbranche.

Gleichzeitig profitieren Sie von den Vorteilen einer Public-Cloud-Lösung, zu denen vor allem die Skalierbarkeit und der attraktive Preis gehören. Sie können problemlos große Datenmengen speichern, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, ob Ihre On-Prem-Infrastruktur mithalten kann. Ein weiterer Vorteil: In einer Public Cloud können Sie aus einer großen Palette von Services auswählen, ohne sich langfristig binden zu müssen.

Verschieben von Workloads

Eine hybride Cloud ermöglicht es Ihnen, einen Workload von Cloud A nach Cloud B zu verschieben. Das bringt mehr Flexibilität mit sich. Sie können für jeden Workload die am besten geeignete Umgebung wählen, um beispielsweise Kosten zu sparen oder eine Abhängigkeit von einem einzigen Cloud-Anbieter zu vermeiden.

Besserer Schutz vor Angriffen

Manche IT-Verantwortlichen sind immer noch skeptisch, was Cloud-Lösungen angeht. Sie glauben, dass diese anfälliger für Cyberangriffe sind. Tatsächlich ist es so, dass Cloud-Lösungen meist leichter zu verteidigen sind als das eigene Rechenzentrum vor Ort. Denn die Provider haben umfangreiche Sicherheits-Features integriert, wie geografische Redundanz, fortschrittliche Disaster-Recovery-Tools und eine garantierte, hohe Verfügbarkeit.

Lesen Sie hier, wie eine effektive Hybrid-Cloud-Sicherheitsstrategie Ihre Angriffsfläche erheblich reduziert.

Besserer Self-Service

Eine Hybrid Cloud bietet ein hohes Maß an Self-Service. Insbesondere in der Public Cloud können Sie schnell neue Module einrichten. Aber auch zahlreiche Private-Cloud-Dienste sind verfügbar, gerade wenn Sie mit einem Provider wie Proact zusammenarbeiten.

Ein Beispiel sind Entwicklungsumgebungen. Sie können Ihren Developern schnell virtuelle Maschinen und neue Container zur Verfügung stellen. Das entlastet Ihr IT-Team und erlaubt es ihm, sich auf Innovationsprojekte zu konzentrieren.

Weitere Hybrid Cloud Use Cases und deren Vorteile finden Sie hier.

Maximale Leistung

Eine Hybrid Cloud kombiniert unterschiedliche Cloud-Umgebungen; das kann für Optimierungsmaßnahmen genutzt werden. Beispielsweise könnten Sie eine bestimmte geschäftskritische Anwendung beschleunigen, indem Sie Applikation und Daten näher zueinander bringen. Oder Sie könnten es Ihrem Team leichter machen, auf wichtige Projektinformationen zuzugreifen.

Solche Optimierungen stellen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern dar, die weiterhin an einem lokalen Rechenzentrum festhalten.

Hohe Business Continuity

Die Kombination verschiedener Clouds verbessert die Business Continuity. Statt von einer einzigen Umgebung abhängig zu sein, gibt es bei Störungen Alternativen. Sollte eine Cloud ausfallen, können Sie auf eine andere ausweichen.

Umgang mit Lastspitzen

Ein weiterer Vorteil der Hybrid Cloud – sie können leicht mit saisonalen Spitzen umgehen. Beispielsweise haben Onlineshops in der Vorweihnachtszeit ein hohes Auftragsvolumen. Damit steigt der Bedarf an Rechenleistung und Speicherplatz. Während sich das Unternehmen normalerweise auf die privaten Computing-Ressourcen verlässt, kann es im Weihnachtsgeschäft problemlos in die Public Cloud ausweichen. Sobald die Spitze vorbei ist, kehrt es dann zu seiner regulären Lösung zurück.

Kosteneinsparungen

Eine reine Private Cloud kann teuer werden, vor allem, wenn Sie die erforderliche Infrastruktur vor Ort betreiben. In diesem Fall müssen Sie die gesamte Hardware selbst anschaffen und für die Wartung Personal abstellen. Durch die Hinzunahme einer Public Cloud können Sie diese Kosten senken. Sie können einen Teil Ihrer Daten und Prozesse in diese kostengünstigere Umgebung verlagern und nur die Kernfunktionen in Ihrer privaten Infrastruktur hosten.

Mehr Möglichkeiten

Durch die Integration verschiedener Clouds können Sie mehr Anwendungsfälle abdecken. Wenn Sie zum Beispiel aufgrund einer Geschäftsspitze mehr Rechenleistung benötigen, nutzen Sie Ihre öffentliche Cloud. Wenn Sie sensible Daten intern teilen wollen, verwenden Sie Ihre private Cloud.

Flexibilität

Mit einer hybriden Cloud halten Sie sich alle Möglichkeiten offen. Sie können sich später immer noch für eine reine Public oder Private Cloud entscheiden. Da Sie schon mit beiden Modellen Erfahrung haben, wird der Umstieg wesentlich einfacher.

Mögliche Nachteile

Wie jede Technologie bringt auch eine Hybrid Cloud potenzielle Nachteile mit sich. Aber wenn Sie um diese Nachteile wissen, können Sie dafür planen.

Mehr Angriffsvektoren

Ist nur eine Cloud-Lösung im Einsatz, dann ist die Anzahl der Angriffsvektoren begrenzt und das System lässt sich leichter verteidigen. Mit jeder weiteren Cloud-Umgebung vergrößert sich jedoch die Angriffsfläche. Es gibt nun mehr Einfallstore, welche Hacker nutzen könnten.

Sie können sich aber auf diese Situation vorbereiten. Entscheidend ist – entwickeln Sie eine umfassende Sicherheitsstrategie für jede Cloud-Umgebung, und zwar bevor Sie diese hinzufügen. Lesen Sie hier, wie Sie sich vor solchen Angriffen schützen können.

Führen Sie außerdem regelmäßig Sicherheitsschulungen durch. Tatsächlich sind das Problem oft nicht die Technologien, sondern die User, die sie verwenden. Wenn Ihre Mitarbeiter wissen, wie sie sich in jeder Cloud-Umgebung korrekt verhalten, dann ist schon viel gewonnen.

Mehr Aufwand

Damit Ihre verschiedenen Cloud-Umgebungen optimal zusammenarbeiten, müssen Sie die richtigen Konnektoren einrichten. Das erhöht aber auch die Komplexität. Ihr Team wird mehr Zeit darauf verwenden müssen, diese Abstimmungen vorzunehmen.

Eine gute Lösung ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Hybrid-Cloud-Anbieter. Diese Anbieter haben bereits ähnliche Lösungen für Dutzende anderer Unternehmen realisiert. Das spart Ihrem Inhouse-Team Zeit und gleichzeitig verbessern Sie so die Leistungsfähigkeit Ihrer Systeme. Auch das Sicherheitsniveau wird angehoben. Denn ein externer Hybrid-Cloud-Anbieter führt in der Regel auch ein gründliches Netzwerk-Monitoring durch.

Unterschiedliche Backup-Prozesse

Die Arbeit mit verschiedenen Clouds erfordert separate Backup-Prozesse. Beispielsweise können Sie bei einer privaten Cloud frei entscheiden, welche Sicherungsmethode Sie verwenden. Bei einer öffentlichen Cloud sind Sie an den Prozess gebunden, den der Anbieter vorgibt.

Es gibt jedoch Lösungen zur Automatisierung und sogar zur Synchronisierung dieser Verfahren. Ein erfahrener Hybrid-Cloud-Anbieter wird Ihnen bei der Auswahl des richtigen Tools helfen. Wichtig ist es auch, den Backup-Prozess in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Systeme korrekt zusammenarbeiten. Mehr zu dem Thema Backup-Strategie, finden Sie hier.

Komplexere Zugangsverwaltung

Unterschiedliche Clouds erfordern in der Regel unterschiedliche Anmeldedaten. Die Verwaltung dieser Zugänge kann aufwendig sein und die Produktivität Ihres Teams beeinträchtigen.

Es gibt jedoch zahlreiche IAM-Lösungen von Drittanbietern, die diesen Prozess automatisieren. Ein spezialisierter Hybrid-Cloud-Anbieter wie Proact wird Ihnen auch hier die Entscheidung für das richtige Tool erleichtern.

Konsistenzprobleme

Bei einer Hybrid Cloud können Konsistenzprobleme auftreten. Es kann schwieriger sein, einheitliche Sicherheits- und Compliance-Richtlinien über mehrere Plattformen hinweg durchzusetzen. Die Verwendung unterschiedlicher Tools für verschiedene Cloud-Umgebungen kann außerdem zur Entstehung von Silostrukturen beitragen.

Um dem vorzubeugen, sollten Sie eine gründliche Anfangsbewertung vornehmen. Fragen Sie sich, welche Prozesse und Tools Sie bereits in Ihrem regulären Rechenzentrum verwenden und ob Sie diese auf Ihre Cloud-Plattformen übertragen können. Das hält die Komplexität in Grenzen.

Anwendungsfälle

Hier sind sieben typische Use Cases für eine Hybrid Cloud.

1. Digitale Transformation

Viele KMU möchten von ihrem lokalen Rechenzentrum auf eine flexiblere Public-Cloud-Lösung umsteigen. Mit diesem Projekt sind jedoch einige Herausforderungen verbunden, denn viele geschäftskritische Prozesse hängen immer noch von der alten Infrastruktur ab.

Die Lösung ist eine hybride Cloud. Leicht zu übertragende Workloads werden direkt in die Public Cloud verlagert. Dagegen bleiben kritische Workloads vorerst vor Ort, mit der Option, sie später zu verlagern. Mit einer Hybrid Cloud können Sie also in Ihrem eigenen Tempo modernisieren.

2. Disaster Recovery

Eine Hybrid Cloud hilft dabei, geschäftskritische Prozesse aufrechtzuerhalten, selbst wenn physische Anlagen vor Ort zerstört werden. Außerdem können Daten und Workloads zwischen verschiedenen Cloud-Umgebungen verschoben werden, falls eine Cloud in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Das hilft, Vorfälle wie Cyberangriffe, Stromausfälle oder Überschwemmungen abzufedern. Die Systeme können schnell wieder live gehen.

3. Entwicklung

Die Entwicklung neuer Software gestaltet sich in einer Public-Cloud-Umgebung komfortabler, weil die Developer leicht auf verschiedene Entwicklungstools zugreifen können. Das ist insbesondere nützlich, falls sich die Anforderungen an ein Projekt regelmäßig ändern, wie das bei agilen Projekten der Fall ist.

Gleichzeitig können die Developer sensible Projektdaten in der Private Cloud speichern. Das könnte sogar vorgeschrieben sein, falls beispielsweise für einen staatlichen Auftraggeber entwickelt wird.

4. Saisonale Geschäftsmodelle

In einigen Branchen steigt die Nachfrage zu bestimmten Zeitpunkten sprunghaft an. Viele E-Commerce-Unternehmen erleben das in der Vorweihnachtszeit. Aber auch Hotelketten und Bildungseinrichtungen kennen diese Dynamik.

Für solche Unternehmen bietet sich eine Hybrid-Cloud-Lösung an. Sobald die Nachfrage steigt, können sie Public-Cloud-Ressourcen hinzunehmen, um das eigene Rechenzentrum oder die Private Cloud zu entlasten. Geht die Nachfrage wieder auf das gewohnte Maß zurück, werden die Public-Cloud-Ressourcen zurückgeschraubt.

5. Compliance

Unternehmen in bestimmten Branchen müssen darauf achten, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, weil sie mit besonders kritischen Daten umgehen. Das betrifft z. B. Unternehmen aus der Finanzbranche oder dem Gesundheitswesen (siehe auch Blogartikel „Was ist die DORA-Verordnung – und wie bereiten Sie Ihr Unternehmen darauf vor?“ & „NIS-2-Richtlinie: Das müssen betroffene Unternehmen wissen“). Eine reine Public-Cloud-Lösung kommt für solche Organisationen meist nicht infrage, weil hier z. B. Daten außerhalb der EU gespeichert werden.

Die Lösung ist eine hybride Cloud. Hier können Sie kritische Daten in der Private Cloud speichern und weniger kritische Informationen in der Public Cloud. Diese Trennung funktioniert jedoch nur, wenn die Nutzer sie mittragen. Daher ist es wichtig, die Mitarbeiter darin zu schulen, welche Daten in welche Cloud-Umgebung gehören.

6. Migration von Anwendungen

Eine Hybrid Cloud kann den Umzug vom lokalen Rechenzentrum in die Cloud „bequemer“ gestalten. Vielleicht haben Sie bestimmte Anwendungen, bei denen eine Verlagerung einfach zu umständlich wäre. In diesem Fall belassen Sie die Applikation, wo sie ist, und ziehen nur die Workloads um, die unproblematisch sind.

7. Niedrige Latenzzeiten

In einigen Branchen spielen Latenzzeiten eine wichtige Rolle, z. B. in der Telekommunikation. Es darf keine große Verzögerung zwischen der Eingabe einer Aktion und der Ausgabe eines Systems geben. Auch in diesem Szenario spielt die Hybrid Cloud ihre Vorteile aus, weil sie sich gut mit Edge Computing ergänzt.

Beide Lösungen legen Wert auf kurze Wege. Beim Edge Computing besteht das Ziel darin, die Computing-Einheit in der Nähe des IoT-Geräts zu positionieren, das die Daten erzeugt. Analog dazu können Sie bei einer hybriden Cloud die Daten nah an die Anwendung bringen. In beiden Fällen profitiert Ihr Unternehmen von geringen Latenzzeiten.

So implementieren Sie eine Hybrid Cloud

Denken Sie darüber nach, eine Hybrid-Cloud-Lösung zu implementieren? Dann berücksichtigen Sie die folgenden Best Practices.

1. Definieren Sie Ihre Ziele

Bevor Sie starten, sollten Sie sich überlegen, wo die Reise hingeht. So ersparen Sie sich später aufwendige Kurskorrekturen.

Sie sollten alle Stakeholder in diesen Prozess miteinbeziehen, nicht nur das IT-Team. Eine Hybrid Cloud ist mehr als nur eine technische Lösung – richtig eingesetzt kann sie das ganze Unternehmen voranbringen. Sie kann z. B. Prozesse beschleunigen und damit die Kundenzufriedenheit erhöhen. Um diese Vorteile zu ernten, müssen alle Beteiligten gehört werden.

Gehen Sie dafür gemeinsam die folgenden Fragen durch:

• Warum eine Hybrid Cloud? Welche konkreten Vorteile bietet sie gegenüber anderen Cloud-Modellen?
• Welche spezifischen Anwendungsfälle wollen wir durch die Implementierung einer Hybrid Cloud abdecken?
• In welchem Umfang wollen wir unsere bestehende Infrastruktur in das Hybrid-Cloud-Setup integrieren?
• Wie sieht der Zeitplan für die Implementierung aus? Wann soll die Lösung betriebsbereit sein?
• Wer ist für die Betreuung des Projekts verantwortlich? An wen können sich Team-Member wenden, wenn Probleme auftreten?
• Mit welchen externen Providern wollen wir zusammenarbeiten?

Halten Sie Ihre Ziele schriftlich fest. Das schafft Klarheit bei allen Beteiligten.

2. Managen Sie Ihre Workloads

Nicht alle Cloud-Umgebungen sind gleich gut für bestimmte Workloads geeignet. Cloud A ist vielleicht besser für Workload X, während Cloud B ideal für Workload Y ist. Um dies zu berücksichtigen, sollten Sie zunächst eine vollständige Liste Ihrer Workloads erstellen. Besprechen Sie dann mit Ihrem Team, welcher Workload von welcher Cloud-Umgebung profitiert.

Beachten Sie diese Fragen:

• Gibt es gesetzliche Vorschriften, die wir einhalten müssen?
• Welches Maß an Skalierbarkeit erfordert ein bestimmter Workload?
• Wie einfach oder schwierig ist es, den Workload von seinem derzeitigen Standort zu einem neuen Standort zu verschieben?
• Wie wird sich die Verlagerung auf die Geschäftskontinuität auswirken?
• Wie einfach oder schwierig wird es sein, den Workload in der neuen Umgebung gegen Cyberangriffe zu verteidigen?
• Wie aufwendig ist es, die Daten in der neuen Umgebung zu sichern?

3. Wählen Sie die richtige Cloud-Architektur

Im nächsten Schritt sollten Sie sich über den grundsätzlichen Aufbau Ihrer Hybrid Cloud Gedanken machen. 

Gängige Optionen sind:

  • Frontend vs. Backend:
    Hier platzieren Sie vorhandene Frontend-Anwendungen in der Public Cloud, während Sie datenintensive Backend-Anwendungen in der Private Cloud betreiben.
  • Hybride Multi-Cloud:
    Bei dieser Architektur werden öffentliche Clouds unterschiedlicher Anbieter mit einer privaten Cloud-Lösung kombiniert.
  • Transaktionale vs. analytische Workloads:
    Bei diesem Modell platzieren Sie transaktionale Workloads aus interaktiven Anwendungen in der privaten Cloud, während Analyse-Lasten in der öffentlichen Cloud platziert werden.
  • Produktive vs. nicht-produktive Workloads:
    Hier spielen sich produktive Workloads in der privaten Cloud ab. Alle nicht-produktiven Arbeitslasten werden in die öffentliche Cloud verlagert.

Dies sind nur einige denkbare Szenarien. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, die Architektur Ihrer Hybrid Cloud zu organisieren. Nutzen Sie dafür die Expertise eines erfahrenen Hybrid-Cloud-Providers.

4. Finden Sie den richtigen Provider

Sie können Ihre Hybrid Cloud zwar im Alleingang einrichten, aber meist ist das nicht ideal. Ihr Inhouse-Team ist wahrscheinlich jetzt schon überlastet. Die Einrichtung einer neuen IT-Infrastruktur würde weitere Ressourcen von geschäftskritischen Prozessen abziehen.

Außerdem verfügt Ihr internes Team nicht über die Expertise eines Hybrid-Cloud-Anbieters. Diese Spezialisten haben bereits Dutzende von Hybrid-Cloud-Projekten erfolgreich durchgeführt. Sie werden Details berücksichtigen, die Ihrem Team wahrscheinlich nicht bewusst sind. Gleichzeitig geht die Einführung wesentlich schneller vonstatten.

Achten Sie bei der Provider-Auswahl auf die folgenden Kriterien:

• Hat der Anbieter bereits für andere Unternehmen erfolgreich Hybrid-Cloud-Lösungen umgesetzt?
• Hat der Anbieter Kunden, die in der gleichen Branche tätig sind, wie Sie?
• Wie personalisiert ist die Kundenbetreuung? Bekommen Sie einen festen Ansprechpartner, der Ihnen während des gesamten Projekts zur Seite steht? Oder müssen Sie ständig mit neuen Mitarbeitern sprechen?
• Wie steht es um das Schulungsangebot? Die beste technische Lösung nützt Ihnen wenig, wenn Ihre Mitarbeiter sie nicht annehmen.
• Welche anderen Managed-Services bietet der Provider an? Bevorzugen Sie einen Partner, mit dem Sie auch perspektivisch zusammenarbeiten können, z. B. was Sicherheitslösungen für die Cloud angeht.

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Sie denken darüber nach, eine Hybrid-Cloud-Lösung einzuführen? Dann sollten wir uns unterhalten. Unsere Proact-Experten werden Ihre Hybrid Cloud schnell und effizient für Sie umsetzen.

Im ersten Schritt nehmen wir uns Zeit, Sie und Ihr Unternehmen kennenzulernen. Wir möchten Ihre Geschäftsanforderungen im Detail verstehen. Schon in dieser Phase stimmen wir uns eng mit Ihrem internen IT-Team ab und harmonisieren die Erwartungen.

In der zweiten Phase entwickeln wir eine Strategie für die Strukturierung Ihrer Hybrid Cloud. Unser Ziel ist es nicht nur, die ideale technische Lösung zu finden, sondern auch Mehrwert für das gesamte Unternehmen zu schaffen. Wir denken die IT als den großen „Ermöglicher“ im Unternehmen.

Im letzten Schritt geht es an die Umsetzung Ihrer neuen Hybrid Cloud. Wir übernehmen alle Arbeitsschritte. Dabei beschränken wir uns nicht auf die Einrichtung der Systeme, sondern bieten auch Support-, Monitoring- und Management-Services an. Proact kann alle Ihre Hybrid-Cloud-Bedürfnisse abdecken.

Das klingt interessant? Dann kontaktieren Sie uns jetzt für ein kostenloses Beratungsgespräch. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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