Object Storage hat einen völlig neuen Umgang mit unstrukturierten Daten ermöglicht: Viele moderne Use Cases wie Big Data Analytics, Medien-Streaming oder KI sind erst durch Object Storage aus der Cloud möglich geworden. Das liegt daran, dass diese Speicherform praktisch unbegrenzt skaliert und gleichzeitig kostengünstig bezogen werden kann.
Erfahren Sie in diesem Artikel, wie sich Object Storage von anderen Speicherformen unterscheidet, warum er insbesondere für Hybrid Clouds relevant ist und welche Best Practices es zu beachten gilt.

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Definition: Was ist Object Storage?
Beim Object Storage werden Dateien als Objekte abgespeichert. Jedes Objekt enthält die eigentliche Datei, ergänzende Meta-Angaben und eine ID. Auf diese Weise können Daten in einer flachen Struktur und über mehrere Speicherknoten verteilt abgespeichert werden.
Seine Stärke spielt Object Storage bei unstrukturierten Daten aus, wie Videos, Audiodateien oder Sensordaten. Diese Informationen können so abgespeichert werden, wie sie „reinkommen“. Sie müssen nicht zuerst in bestimmte Formate übersetzt werden.
Object Storage kommt insbesondere in der Cloud zum Einsatz, man spricht hier auch von Cloud Object Storage. Über APIs können dabei unterschiedliche Speicherumgebungen verknüpft werden, was modernen Hybrid-Cloud-Lösungen entgegenkommt.
| Die Parkplatz-Analogie: Man kann sich die Besonderheiten von Object Storage anhand einer Analogie verdeutlichen. Klassische Speicherlösungen funktionieren wie ein großer Parkplatz. Irgendwann ist die Parkfläche ausgereizt und es können keine weiteren Autos abgestellt werden. Außerdem dauert es länger, einen Parkplatz zu finden, je voller es wird. Object Storage ist dagegen mit einem Valet-Parkservice zu vergleichen. Sie geben Ihr Auto bei einem Mitarbeiter ab, der die Parkplatzsuche übernimmt. Sie erhalten im Gegenzug ein Ticket, das als ID fungiert. Für Sie spielt es keine Rolle mehr, ob Ihr Auto auf Parkplatz X oder Y unterkommt und Sie müssen sich auch nicht mit der Suche aufhalten. |
Einer der bekanntesten Object-Storage-Anbieter ist Amazon mit seinem Produkt Amazon S3 (Simple Storage Service). Mit einer Anbindung an vorhandene Storage-Systeme lässt sich z.B. mit Hilfe von S3 sehr einfach ein Tiering von Daten realisieren. Kalte Daten werden vom „teuren“ Produktivstorage auf einen günstigeren S3 Bucket ausgelagert (z.B. NetApp ONTAP S3 oder Proact Cloud Object Storage. Siehe auch Blogartikel „Wie Sie Cold Data auslagern und Kosten sparen“.
Wir als Proact realisieren zusammen mit unserem Partner NetApp jegliche denkbaren On-Prem- und Hybrid-Cloud-Storage-Szenarien. Falls Sie hier Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns an.
Interessante Zahlen
Hier einige aufschlussreiche Zahlen, was die Speicherbedürfnisse von Unternehmen angeht:
- Im Jahr 1986 betrug das weltweite digitale Datenvolumen 2,6 Exabyte. 30 Jahre später, im Jahr 2016, lag es bei 16 Zettabyte. Ein merklicher Anstieg, aber doch nur ein Vorgeschmack. Denn im Jahr 2025 wird das Datenvolumen laut dem Marktforschungsinstitut IDC auf gigantische 163 Zettabyte ansteigen – ein explosives Wachstum.
- Im Jahr 2023 hatte der globale Markt für Cloud Object Storage ein geschätztes Gesamtvolumen von 8,14 Milliarden Dollar. Bis 2032 wird es sich auf 22,75 Milliarden Dollar erhöhen.
- Unstrukturierte Daten machen mittlerweile 80 Prozent der Gesamtspeichermenge aus.
- Speicheranforderungen für unstrukturierte Daten wachsen jedes Jahr zwischen 55 und 65 Prozent.
- Amazon S3, einer der führenden Anbieter für Object Storage, hosted nach eigenen Angaben über 400 Billionen Objekte (Stand: November 2024).
Keine Frage – Object Storage spielt eine entscheidende Rolle, um das explosive Datenwachstum in den Griff zu bekommen.
Die 3 Speicherarten im Vergleich
Erfahren Sie, wie sich Object Storage von anderen Speicherarten unterscheidet.

Block Storage
Beim Block Storage werden Dateien in gleich große Blöcke aufgespalten, die jeweils mit einer ID versehen werden. Die Blöcke werden unabhängig voneinander gespeichert und können auch auf mehrere physische Speicherorte verteilt werden. Bei Bedarf lassen sich die Rohdatenblöcke wieder leicht zusammensetzen, basierend auf ihrer Kennung.
Block Storage wird häufig für strukturierte Daten verwendet. Er eignet sich insbesondere für Datenbank-Anwendungen, weil die Informationen sehr schnell abgerufen werden können. ERP-Anwendungen sind ein weiterer typischer Einsatzzweck. Anders als bei Object Storage ist der Verwaltungsaufwand aber relativ hoch und die Lösung skaliert auch weniger leicht.
File Storage
Beim File Storage werden Daten hierarchisch organisiert. Dafür kommen Ordner-Strukturen zum Einsatz, wie wir sie von Betriebssystemen kennen. Um Daten zu finden, muss sich der User bzw. das System einen bestimmten Verzeichnis-Pfad entlang bewegen. Diese Pfade können sehr lang sein, was die Effizienz bzw. die Geschwindigkeit beeinträchtigt.
Andererseits wird File Storage von vielen Usern als benutzerfreundlich empfunden, weil die Organisationsstruktur auf einen Blick klar ist. Außerdem können Daten leicht mehreren Usern zugänglich gemacht werden, indem Ordner geteilt werden.
File Storage ist das bevorzugte Storage-Format für DAS- (Direct-Attached Storage) und NAS-Systeme (Network-Attached Storage).
Als Transport-Protokoll kommt TCP/IP zum Einsatz. Linux-Geräte verwenden meist das NFS-Protokoll und Windows-Geräte das SMB/CIFS-Protokoll.
File Storage eignet sich gut für kleinere Datenmengen, währen Object Storage typischerweise für große Datenmengen zum Einsatz kommt. Beim File Storage werden Daten oft lokal gespeichert, während Object-Storage-Lösungen überwiegend auf geografisch verteilte Rechenzentren setzen. Die Kapazitätsgrenze von klassischen File-Storage-Systemen liegt normalerweise bei einigen Petabyte. Beim Object Storage sind Exabyte und sogar noch größere Datenmengen möglich.
Object Storage
In Abgrenzung von File-Storage-Lösungen verwendet Object Storage keine Verzeichnisbäume (siehe z.B. NetApp StorageGRID). Daten werden auch nicht in Blöcken zusammengefasst, wie beim Block Storage. Stattdessen wird jede Datei individuell abgespeichert, was in einer flachen Struktur resultiert.
Damit die Daten auffindbar sind, werden sie mit Meta-Angaben angereichert und bekommen eine ID zugeteilt. Unter Verwendung von RESTful APIs, HTTP und HTTPS kann wieder auf die Daten zugegriffen werden.
Die Meta-Daten eines Objekts spezifizieren zum Beispiel:
- Name/Inhalt der Datei
- Übergeordnete Projekte
- Erstellungsort
- Berechtigungen
- Verwendungs-Richtlinien
- Assoziierte Kosten
Meta-Daten tragen auch zur Datenverwaltung bei. Es können Tags vergeben werden, die das automatische Tiering oder Löschen von Informationen ermöglichen. Unter Verwendung von Meta-Daten können außerdem Graphen erstellt werden, die zum Beispiel abbilden, wie schnell eine bestimmte Daten-Klasse wächst.
Für die Suche nach Meta-Daten kommen Google-ähnliche Tools wie Amazon S3 Select, Elasticsearch oder Apache Solr zum Einsatz.
Beispiele für APIs sind die Simple Storage Service (S3) API von Amazon Web Services (AWS), die OpenStack Swift API und das Cloud Data Management Interface (CDMI) der Storage Networking Industry Association (SNIA).
Object Storage eignet sich sehr gut für statische Szenarien, wenn Dateien nur einmal geschrieben, aber mehrfach gelesen werden (Backups, Log Files, Medien-Archive). Für dynamische Szenarien, in denen sich Daten ständig ändern, ist Object Storage nicht immer ideal. Hier kann unter Umständen der Einsatz von Block Storage (z.B. NetApp ASA) mehr Sinn machen.
Vorteile von Object Storage
Object Storage bietet Unternehmen viele Vorteile.
Skalierung
Object Storage kann sehr leicht erweitert werden, gerade im Zusammenspiel mit Cloud-Lösungen. Es ist kein Problem, selbst Petabyte- oder Exabyte-Lasten zu verarbeiten.
Einsparungen
Object Storage aus der Cloud kann Ihrem Unternehmen Kosten sparen. Es muss keine eigene Hardware angeschafft und betreut werden. Es müssen auch keine Lastspitzen eingeplant werden, die dann nur selten auftreten. Hardware „verstaubt“ nicht.
Geo-Distribution
Früher wurden Daten hauptsächlich stationär produziert, heute vermehrt „on the go“. Beispiele sind professionelle Kameras, IoT-Geräte, selbstfahrende Autos usw. Diese mobilen Daten belasten klassische Netzwerk-Strukturen.
Object Storage steuert hier gegen, weil er problemlos über verschiedene, geografisch verteilte Speicherknoten organisiert werden kann. So können die Daten nah am Entstehungsort verarbeitet werden.
Diese Geo-Distribution stärkt gleichzeitig die Resilienz. Unternehmen sind nicht von einem einzigen Standort abhängig.
Pay-as-you-go
Object Storage aus der Cloud bietet ein flexibles Preismodell. Mittels Storage-as-a-Service können sie den benötigten Speicherplatz auf Basis eines Abo-Modells buchen. Sie zahlen nur für die Leistungen, die sie nutzen.
Zugriffsgeschwindigkeit
Hierarchische File-Storage-Systeme machen es umständlicher, auf Dateien zuzugreifen. Object Storage mit seiner flachen, leicht durchsuchbaren Struktur verkürzt Zugriffszeiten.
Die wichtigsten Einsatzzwecke
Object Storage ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungsfälle. Hier sind die wichtigsten:

Verwaltung von unstrukturierten Daten
Falls Ihr Unternehmen mit großen Mengen von unstrukturierten Daten umgehen muss, zum Beispiel Sensordaten, dann ist Object Storage optimal. Neue Daten können schnell abgelegt, aber auch problemlos wiedergefunden werden.
Streaming
Object Storage eignet sich sehr gut dazu, Video-Dateien ohne Verzögerungen abzuspielen. Damit ist diese Speicherform ideal für Streaming-Dienste und E-Learning-Plattformen geeignet.
Backups
Moderne Cloud-Backups basieren fast immer auf Object-Storage-Systemen. Sie skalieren leicht, sind günstig und bieten ein hohes Maß an Redundanz.
Analytics
Object Storage bildet die Grundlage für viele Analytics-Use-Cases. Das betrifft zum Beispiel Marktvorhersagen oder die Analyse von Kundenverhaltensweisen. Im produzierenden Gewerbe wird unter Verwendung von Predictive Analytics berechnet, welche Maschinen als nächstes gewartet werden müssen. Im Gesundheitswesen lassen sich sogar Krankheitsverläufe prognostizieren.
Medien-Unternehmen
Nachrichten-Agenturen verwenden häufig denselben Content, aber für verschiedene Formate, wie TV, Websites und mobiles Streaming. Diese Format-Variationen führen zu einem Daten-Anstieg, der sich am besten mit Object Storage bewältigen lässt.
Internet of Things
IoT-Geräte erzeugen gigantische Datenmassen, die gespeichert und ausgewertet werden müssen. Object Storage kann genau das leisten. Ein Beispiel ist das autonome Fahren. Hier werden über eine Vielzahl von Sensoren ununterbrochen kritische Informationen gesammelt. Mit Object Storage können Sie diese Daten sicher ablegen und auswerten.
Cloudnative Anwendungen
Cloudnative Anwendungen wurden speziell für die Cloud entwickelt. Beispiele sind SaaS-Angebote wie Salesforce oder Slack. Wenn bei solchen Produkten plötzlich die User-Base wächst, kann der Anbieter via Object Storage problemlos die Kapazitäten erweitern.
Langzeitarchivierung
Bestimmte Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Daten jahrelang aufzubewahren. Das kann zum Beispiel Finanzunternehmen und ihre Kunden-Transaktionen betreffen. Für solche Szenarien ist Object Storage ideal, weil die Langzeitarchivierung kostengünstig realisiert werden kann.
KI
LLMs benötigen riesige Mengen Speicherplatz für das Ablegen von Trainingsdaten. Außerdem werden für das Training mittlerweile unterschiedliche Medien verwendet (Texte, Bilder, Videos). Object Storage skaliert problemlos nach oben und kann leicht mit unterschiedlichen Medien-Formaten umgehen.
Zudem verzahnen viele Cloud-Anbieter ihre Object-Storage-Lösungen direkt mit ihren KI-Diensten, was Prozesse vereinfacht.
Amazon S3
Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) ist die vielleicht bekannteste Object-Storage-Lösung aus der Public Cloud. Proact vertreibt das Produkt unter der Bezeichnung Proact S3 Cloud Object Storage. Hier sind die Gründe, warum wir unseren Kunden zu dieser Lösung raten:
Data Durability
Die Data-Durability-Rate von Amazon S3 beträgt 99.999999999 %. Dafür werden Daten auf mindestens drei Availability Zones verteilt gespeichert. Fallen ein oder mehrere Geräte aus, werden sofort Ersatz-Speicherlösungen bereitgestellt. Außerdem wird die Daten-Integrität regelmäßig unter Verwendung von Quersummen überprüft.
Verschiedene Speicherklassen
Mit Amazon S3 erhalten Sie Zugriff auf eine Vielzahl von verschiedenen Speicherklassen. Egal ob Sie Datenzugriffe vereinfachen, die Resilienz erhöhen oder Kosten senken wollen – Amazon S3 bietet Ihnen die passende Lösung. Dabei zahlen Sie nur für die Leistungen, die Sie auch nutzen.
Datensicherheit
Amazon S3 bietet eingebaute Authentifizierungs-Tools, mit denen Sie unternehmensweite Policies definieren und Anwender-Gruppen erstellen können. Außerdem werden diverse Compliance-Frameworks unterstützt und Auditing-Funktionalitäten geboten.
Flexibles Daten-Management
Mithilfe von Amazon S3 können Ihre Admins die Daten leicht klassifizieren und visualisieren, auch getrennt nach Workloads. Das hilft Ihnen, den Speicherplatz zu verwalten, Kosten zu senken und Security-Anforderungen zu erfüllen. Insbesondere beim automatischen Tiering bzw. dem automatischen Löschen von nicht mehr benötigten Daten überzeugt Amazon S3.
Analytics
Eine Besonderheit von Amazon S3: Sie können Analytics-Anwendungen direkt einsetzen, ohne die Daten zuerst in eine separate Analytics-Datenbank verschieben zu müssen. Dabei haben Sie Zugriff auf Tools wie Amazon Athena und Amazon Redshift Spectrum.
Hybrid-Cloud-Datenspeicherung
Die Amazon S3 API eignet sich sehr gut für Hybrid-Cloud-Szenarien. Unterschiedliche Speicherumgebungen können nahtlos verzahnt werden.
Große Community
Amazon S3 wird weltweit von Unternehmen eingesetzt. Dementsprechend gibt es viele Erfahrungswerte und Ressourcen, auf die Sie zurückgreifen können.
Möchten Sie die Vorteile von Amazon S3, NetApp ONTAP S3 oder Proact S3 nutzen? Dann nehmen Sie Kontakt zu unseren Experten auf. Wir übernehmen die komplette Einführung. Dafür analysieren wir Ihre Speicher-Anforderungen, wählen die passende Speicherklasse aus, transferieren Ihre Daten und optimieren die Betriebskosten. Nicht zuletzt stehen wir Ihnen bei sämtlichen Support-Anfragen zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!
Object Storage und die Hybrid Cloud
Object Storage eignet sich hervorragend für Hybrid-Cloud-Szenarien, wie sie bei vielen KMU im Einsatz sind. Über entsprechende APIs können unterschiedliche Speicher-Umgebungen nahtlos miteinander verbunden werden. Insbesondere der S3-Standard ist weit verbreitet. Viele Managed-Services-Provider bieten S3-kompatible Services an, die direkt in Private-Cloud- und Public-Cloud-Lösungen eingebunden werden können.
Für das Management einer solchen Hybrid Cloud kann ein zentrales Interface verwendet werden. Hier können Daten beliebig umgeschichtet und dupliziert werden. Besonders praktisch: Sensible Daten können in der abgeschirmten Private Cloud gespeichert werden, während für weniger kritische Daten die leicht skalierende Public Cloud genutzt wird.
Ein weiterer Vorteil von Object Storage für Hybrid-Cloud-Lösungen: Selten verwendete Daten können in kostengünstige Speicherklassen verschoben werden. Daten, bei denen es auf die Performance ankommt, werden dagegen in der nahegelegenen Private Cloud aufbewahrt. So optimieren KMU gleichzeitig die Leistung und die Speicherkosten.
Nicht zuletzt können verschiedene Anbieter von Object Storage, wie AWS, Azure oder Google Cloud, parallel genutzt werden. Man spricht dann von einer Multi-Cloud-Lösung. Der Vorteil: Sie können anbieterspezifische Funktionalitäten und Services parallel nutzen.
| Praktisch: Mit NetApp ONTAP können Sie Amazon S3 auf einem NetApp Cluster aktivieren. Die entsprechende Funktion nennt sich Fabric Pool. Das erlaubt es Ihnen, Ihre primären Storage-Systeme zu entlasten und wenig genutzte Datenblöcke automatisch auf ein günstigeres System auszulagern. Proact ist einer der weltweit größten NetApp-Partner und setzt die Lösung gerne für Sie um. |
Best Practices
Mit diesen Best Practices wird Ihre Object-Storage-Lösung zum Erfolg.
1. Verwenden Sie Versionierungs-Tools
Ihr Storage-Provider sollte Ihnen ein Versionierungs-Tool zur Verfügung stellen. Damit können Sie Daten wiederherstellen, die aus Versehen gelöscht wurden bzw. unerwünschte Änderungen rückgängig machen. Achten Sie darauf, wie lange diese Versionierung in die Vergangenheit zurückreicht. Dies gilt insbesondere für Industrien mit entsprechenden Compliance-Auflagen.
2. Nutzen Sie Lifecycle-Management-Tools
Ihr Storage-Provider sollte Ihnen außerdem Zugriff auf Lifecycle-Management-Tools bieten. Diese Tools ermöglichen es, Daten automatisch nach Alter und Nutzungshäufigkeit zu bewerten. „Verstaubt“ eine Datei, kann sie automatisch in eine günstigere Speicherklasse verschoben werden. Definieren Sie in diesem Zusammenhang Data-Policies, um sinnvoll zwischen Hot, Warm und Cold Data zu unterscheiden.
3. Organisieren Sie Ihre Meta-Daten
Je mehr Zeit Sie darauf verwenden, Ihre Meta-Daten zu organisieren, desto mehr profitieren Sie. Dateien werden so schneller auffindbar, was Ihren Usern die Arbeit erleichtert. Gleichzeitig ermöglichen Sie Analytics-Anwendungen im großen Stil.
4. Erwägen Sie Erasure Coding
Mit Erasure Coding vermeiden Sie Datenverluste und verringern Speicherplatzanforderungen.
Dafür werden Dateien in Sektoren aufgespalten, die in verschiedenen Storage Nodes abgelegt werden. Das Besondere: Die Segmente werden so codiert, dass nur einige, also nicht alle, Teile nötig sind, um die komplette Datei wiederherzustellen. Man kann sich das wie bei einem Puzzle vorstellen, bei dem einige Teile fehlen, und trotzdem das Gesamtbild erkennbar ist.
Damit belegt Erasure Coding weniger Speicherplatz, als wenn Sie die Daten einfach replizieren würden. Gleichzeitig haben Sie ein hohes Maß an Redundanz geschaffen, weil die Daten-Segmente an vielen unterschiedlichen Orten im Netzwerk lagern.

5. Nutzen Sie IAM-Lösungen
Verwenden Sie Object Storage in Kombination mit einer IAM-Lösung (Identity and Access Management). Das erlaubt es Ihren Administratoren, festzulegen, welche User Zugriff auf welche Daten haben. Weiterhin können Sie Anwender-Gruppen einrichten und unternehmensweite Policies definieren.
6. Definieren Sie IP-Adressen
Schützen Sie Ihre Daten, indem Sie IP-Whitelisting betreiben. Das bedeutet, dass nur von bestimmten IP-Adresse aus auf Ihre Object-Storage-Speicherknoten zugegriffen werden kann. Alle IP-Adressen, die nicht auf der Liste stehen, werden automatisch geblockt.
7. Testen Sie das Interface
Nicht zu unterschätzen – die User-Freundlichkeit der Benutzeroberfläche. Testen Sie im Vorfeld, wie intuitiv das Interface gestaltet ist und ob es an die Wünsche Ihrer User angepasst werden kann.
Implementieren Sie Object Storage – mit Proact!
Möchten Sie die Vorteile von Object Storage für Ihr Unternehmen nutzen und wünschen sich dafür einen verlässlichen Partner? Dann sollten Sie sich mit unseren Proact-Experten unterhalten. Wir sind erfahrener S3-Reseller und gleichzeitig einer der weltweit größten NetApp-Partner. Auf diese Weise können wir praktisch jedes denkbare Cloud-Szenario für Sie umsetzen.
Um eine maßgeschneiderte, kostenoptimierte Speicherlösung zu schaffen, verwenden wir einen vierstufigen Einführungsprozess:
1. Bestandsaufnahme
Im ersten Schritt setzen wir uns mit Ihrem Inhouse-Team zusammen, um Ihre individuellen Speicherbedürfnisse kennenzulernen. Welche Daten-Formate verwenden Sie und wie oft? Welches Daten-Wachstum wird in Zukunft erwartet? Gibt es saisonale Schwankungen, was das Daten-Volumen angeht? Alle diese Fragen klären wir ab.
2. Strategie
Im zweiten Schritt planen wir Ihre neue Object-Storage-Lösung. Wir achten darauf, dass die Lösung leicht skaliert, stark abgesichert und kostenoptimiert ist. Besonderen Wert legen wir auf das Thema Verfügbarkeit, um Stillstände auf ein Minimum zu reduzieren.
3. Implementierung
Im dritten Schritt migrieren wir Ihre Daten (z. B. in ein Proact Cloud Object Storage). Dabei achten wir darauf, den laufenden Geschäftsbetrieb so wenig als möglich zu beeinträchtigen. Außerdem optimieren wir Speicherklassen und richten eine automatische Data-Tiering-Lösung ein.
4. Monitoring & Support
Auch nach der Implementierung lassen wir Sie nicht alleine. Wir betreiben fortlaufendes Monitoring und helfen Ihnen bei allen Support-Anliegen weiter.
Kurz gesagt: Proact ist Ihr verlässlicher Datenspezialist.
Das klingt interessant? Dann kontaktieren Sie uns jetzt für ein kostenloses Beratungsgespräch. Wir freuen uns schon, von Ihnen zu hören!

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