Wie ein Security Operations Center (SOC) für mehr Cybersicherheit sorgt

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Die technischen Anforderungen an die Cybersicherheit steigen ständig. Denn die Methoden der Angreifer werden immer ausgefeilter, insbesondere durch die rasante Entwicklung im Bereich der generativen KI. Hinzu kommt, dass sich parallel dazu die regulatorischen Anforderungen erhöhen, Stichwort NIS-2-Direktive. Es gilt nicht nur Angreifer abzuwehren, sondern auch hohe Strafzahlungen zu vermeiden.

Die Lösung ist ein Security Operations Center, das die gesamte IT-Infrastruktur 24/7 überwacht, Cyberangriffe in Echtzeit erkennt und sofort auf diese reagieren kann. In diesem Artikel erfahren Sie, wie genau ein SOC verfährt, worin Vor- und Nachteile bestehen und was typische Anwendungsfälle sind.

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Definition: Was ist ein SOC?

Was ist ein SOC und wie arbeitet es? Hier ein Überblick.

Eine Leitstelle für die IT-Sicherheit

Ein Security Operations Center (SOC) bildet die Leitstelle für IT-Sicherheit im Unternehmen. Ein Team von Sicherheitsexperten überwacht hier rund um die Uhr die gesamte IT-Infrastruktur und spürt Angriffe in Echtzeit auf. Das umfasst das Monitoring der Endpunkte, Server, Datenbanken, Netzwerkanwendungen sowie der Website. Auch die User-Identitäten werden fortlaufend überprüft.

Wird im Rahmen des Threat-Huntings eine Bedrohung entdeckt, leitet das SOC umgehend Gegenmaßnahmen ein. Das Team isoliert z. B. die betroffenen Systeme und analysiert das Ausmaß des Schadens. Auf dieser Basis kann das Unternehmen nun die Daten wiederherstellen (siehe unseren Blogartikel „Ransomware-Recovery: Wie Sie Ihre Daten wiederherstellen) und die Sicherheitslücke schließen. Das SOC steht hier ggf. beratend zur Seite.

In der Vergangenheit waren SOCs analog zu einer Einsatzleitstelle bei der Polizei oder beim Militär aufgebaut. Die unterschiedlichen Experten waren in einem Raum versammelt, dessen Zentrum große Infoscreens bildeten. Diese versorgten das SOC-Team mit allen wichtigen Daten.

Mittlerweile arbeiten viele SOCs aber genauso verteilt wie andere Helpdesks. Es gibt eine zentrale Übersicht und die Mitarbeiter kommunizieren fortlaufend miteinander; sie sitzen aber nicht mehr im selben Raum.

Tools & Arbeitsweise

Ein wesentliches Merkmal von SOCs ist die durchgehende Verfügbarkeit. Das Team überwacht die Systeme 24/7. Der Hintergrund: Cyberkriminelle greifen bevorzugt nachts oder am Wochenende an, wenn viele IT-Security-Verantwortliche gerade nicht verfügbar sind.

Ein SOC-Team bedient sich eines komplexen Tech-Stacks, der z. B. eine XDR-Lösung, ein SIEM oder auch Machine-Learning-Algorithmen umfasst. Diese Kombination aus menschlicher Expertise und neuesten Tools ist es, was ein SOC so effektiv macht.

Typen von SOCs

Es gibt interne und externe SOCs. In der internen Variante wird ein Teil des Inhouse-Teams ausschließlich für Sicherheitsaufgaben abgestellt. Diese Vorgehensweise ist vor allem bei sehr großen Unternehmen populär, deren IT-Abteilung hunderte von Mitarbeitern in verschiedenen Zeitzonen umfasst.

Teilweise kommen bei großen Unternehmen auch regelrechte SOC-Netzwerke zum Einsatz. Einzelne Ländergruppen betreiben jeweils lokale SOCs, die dann in einem globalen Security Operations Center (GSOC) zusammengefasst werden.

Für KMU ist dagegen ein externes Security Operations Center fast immer sinnvoller. In Zeiten des Fachkräftemangels tun sich viele KMU schwer, mehrere Mitarbeiter nur für die IT-Sicherheit abzustellen. Außerdem fehlt intern oft das Know-how, um eine komplexe SOC-Lösung in Eigenregie zu betreiben. Last, but not least stellt ein internes SOC einen hohen, schwer einzuschätzenden Kostenpunkt dar. Mehr Details zum Thema SOC-Kosten gibt es in unserem Blogartikel: SOC-Kosten in Deutschland: So kalkulieren Sie realistisch.

Alle diese Schwierigkeiten lassen sich durch die Zusammenarbeit mit einem externen SOC-Anbieter beheben. KMU erhalten sofort Zugriff auf ein Team von Sicherheitsexperten; die Preisstruktur ist transparent und kalkulierbar.

Rollen

Ein SOC versammelt mehrere Sicherheitsrollen in einem Raum. Dazu gehören unter anderem Analysten, Threat-Hunter und Plattform-Ingenieure. Das SOC-Management-Personal koordiniert die verschiedenen Rollen und sorgt für reibungslose Abläufe.

Wie bei anderen Leitstellensystemen gibt es im SOC eine klar definierte Hierarchie.

Sicherheitsmeldungen werden zunächst von einem Analysten bearbeitet. Stellt dieser fest, dass es sich um ein weitreichenderes Problem handelt, eskaliert er den Vorgang an die nächsthöhere Hierarchie-Instanz. Ab einem gewissen Gefahrenpotenzial werden außerdem der CIO und andere Verantwortliche aus der Führungsebene des Unternehmens miteinbezogen.

Wovon der Erfolg abhängt

Der Erfolg einer SOC-Lösung ist vom Ineinandergreifen dreier Faktoren abhängig:

MenschProzesseTools
Analysten, Ingenieure und Manager müssen die nötigen Kompetenzen haben und die richtigen Entscheidungen treffen. Die beste Technologie funktioniert nur dann, wenn sie sinnvoll bedient wird. Prozesse im SOC definieren, wie Vorfälle identifiziert, priorisiert, abgearbeitet und dokumentiert werden. Gute Prozesse tragen maßgeblich zum Erfolg eines SOCs bei.Die Auswahl der richtigen Tools bildet die dritte Säule. Mit ihnen kann das Team Daten sammeln, analysieren und auf Bedrohungen reagieren. Der Tech-Stack muss fortlaufend überdacht und aktualisiert werden.

Die wichtigsten Rollen im SOC

Zu den wichtigsten Rollen in einem Security Operations Center gehören:

SOC-Manager:

Er leitet das Team und koordiniert sämtliche Sicherheitsaufgaben des SOCs. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Schulung neuer Mitarbeiter und die Zuteilung von finanziellen Mitteln. Er ist seinerseits dem CISO (Chief Information Security Officer) oder dem CIO (Chief Information Officer) unterstellt.

Sicherheitsingenieure:

Sie befassen sich mit der IT-Sicherheitsarchitektur des Unternehmens. Ihr Ziel – die Sicherheitssysteme betriebsbereit zu machen. Sie müssen entscheiden, welche Tools und Technologien Sinn machen und diese dann in existierende Abläufe integrieren.

Sicherheitsanalysten:

Sie sind die „Ersthelfer“, die bei einem Cybervorfall aktiv werden. Dafür analysieren sie zunächst den Schaden und priorisieren ihn. Sie untersuchen, wie weit sich die Bedrohung bereits über das System ausgebreitet hat. Gegebenenfalls isolieren sie Teile des Systems, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dann ergreifen sie entsprechende Gegenmaßnahmen, um die Gefahr unschädlich zu machen. Teilweise wird diese Rolle auch in „Incident Investigator“ (= reine Analysten) und „Incident Responder“ (= reine Ersthelfer) aufgespalten.

Incident Response Manager:

Diese Person koordiniert das Team von „Ersthelfern“, die im Falle eines Angriffs aktiv werden. Diese Rolle existiert meist nur in sehr großen Organisationen.

Threat-Hunter:

Diese Spezialisten befassen sich mit der Erkennung von fortschrittlichen Angriffen, die herkömmliche Sicherheitsmechanismen umgehen und oft lange unentdeckt bleiben. Der Threat-Hunter sucht die IT-Infrastruktur speziell nach diesen gut getarnten Bedrohungen ab.

Forensische Analysten:

Im Anschluss an einen Cybervorfall betrachten diese Analysten die beschädigten Daten. Sie versuchen, Rückschlüsse auf Schwachstellen im System zu ziehen, damit diese in Zukunft beseitigt werden können.

Nicht alle diese Rollen kommen in jedem SOC vor. Die Strukturierung Ihres SOCs hängt immer von den konkreten Sicherheitsbedürfnissen Ihres Unternehmens ab.

Die Hierarchieebenen

Viele SOCs verwenden zur Beurteilung ihrer Analysten und Incident-Responder ein sog. Tier-System. Typischerweise wird zwischen den Levels 1–3 unterschieden. Sieht sich ein Level-1-Analyst beispielsweise mit einer schwerwiegenden Bedrohung konfrontiert, wird er den Vorfall an einen Level-2-Analysten eskalieren. Kann der Level-2-Analyst der Bedrohung nicht gerecht werden, wird er den Vorfall seinerseits weiter nach oben reichen.

Wichtig für Unternehmen: Achten Sie darauf, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit auch Experten aus den höheren Tiers verfügbar sind. Ein häufiger Fehler ist, dass z. B. die ungeliebte Nachtschicht ausschließlich an Level-1-Mitarbeiter abgegeben wird.

Das sind die Hauptaufgaben eines Security Operations Center

Die Kernaufgaben eines SOCs umfassen drei Bereiche:

1. Prävention von Cybervorfällen

Im ersten Schritt wird ein SOC-Team eine Bestandsaufnahme der zu schützenden Bereiche erstellen. Das umfasst alle Anwendungen, Server, Endpunkte oder Hybrid Cloud Services, die das Unternehmen im Einsatz hat. Parallel dazu sollte eine Liste der vorhandenen Sicherheitstools erstellt werden, die aktuell das System schützen. Das Ziel dieses ersten Schritts ist es, den individuellen Sicherheitsbedarf zu ermitteln, um auf dieser Basis passende Sicherheitsmaßnahmen zu definieren. Dazu gehören:

  • Erstellung von IT-Security-Richtlinien
  • Regelmäßige Durchführung von Wartungsmaßnahmen, unter anderem Upgrades, Software-Patches und die Aktualisierung von Firewalls 
  • Erstellung von resilienten Systembackups, z. B. in Form eines Immutable Backups in der Hybrid Cloud
  • Entwicklung von Notfallplänen für den Fall eines Cyberangriffs oder einer Naturkatastrophe
  • Definition der Verantwortlichkeiten bei Sicherheitsvorfällen („Wer macht was?“)
  • Durchführung regelmäßiger IT-Audits
  • Durchführung von Tests, z. B. Penetrationstests zur Simulation von Angriffen
  • Aktualisierung der Sicherheitssysteme bei neuartigen Bedrohungen, z. B. massenhafte Phishing-Attacken unter Verwendung von KI (siehe auch Blogartikel „Ransomware-Schutz: Die Top-12-Maßnahmen für Unternehmen“)

2. Kontinuierliches Monitoring der IT-Infrastruktur

Cyberangriffe werden im laufenden Betrieb schneller erkannt, weil plötzlich der Zugriff auf wichtige Tools oder Daten nicht mehr funktioniert. Cyberkriminelle wissen das und planen ihre Attacken zunehmend außerhalb der Geschäftszeiten – zum Beispiel nachts oder an den Wochenenden. Ein Security Operations Center betreibt daher 24/7-Monitoring. Das Ziel besteht darin, bei verdächtigen Aktivitäten zeitnah zu reagieren – egal, was die Uhr sagt. Erreicht wird das durch diese Maßnahmen:

  • Kontinuierliches Sicherheitsmonitoring der kompletten IT-Infrastruktur 
  • Analyse von Protokollen nach einem Netzereignis 
  • Erkennung von Bedrohungen und Einordnung nach Schweregrad („Alert Triage“)
  • Incident Response zur Eindämmung von Schäden nach einem Angriff; analog zu einem Unfall muss zuerst „die Blutung gestoppt werden“
  • Isolierung der betroffenen Systeme nach einem Angriff, um die Ausbreitung von Malware zu verhindern
Wissenswert: SIEM vs. SOAR vs. XDR
Es kommen verschiedene Tools für die Überwachung der Systeme zum Einsatz. Eine weitverbreitete Lösung sind SIEM- („Security Information and Event Management“) und SOAR-Tools („Security Orchestration, Automation and Response“). In jüngerer Zeit setzen SOC-Teams aber auch verstärkt auf „Extended Detection and Response“-Lösungen (XDRs). SIEMs konzentrieren sich typischerweise auf die regelbasierte Analyse von Log-Daten und haben einen stärkeren Netzwerkfokus; SOAR-Produkte helfen insbesondere bei der Automatisierung. XDRs beziehen dagegen stärker die Endpunkte des Netzwerks mit ein. In der Praxis ist es aber oft so, dass alle Tools in Kombination verwendet werden.

3. Analyse von Vorfällen

Im Anschluss an einen Cyberangriff wird das SOC-Team den Vorfall genau untersuchen, um die Ursachen auszumachen. Auf Basis dieser Analyse kann das IT-Operations-Team dann die Systeme wiederherstellen und für alle nutzbar machen; das SOC unterstützt bei der Analyse und Verbesserungen. Maßnahmen in dieser Phase sind:

  • Gründliche Untersuchung des Vorfalls, um Rückschlüsse auf die Ursache zu ziehen 
  • Behebung von Schwachstellen, z. B. die Absicherung von neuen, bisher unbekannten Endpunkten im Netzwerk
  • Aktualisierung der IT-Richtlinien um die Erkenntnisse aus dem Vorfall
  • Anreicherung der Machine-Learning-Algorithmen mit den neuen Angriffsdaten 
  • Einhaltung der Compliance-Bestimmungen, z. B. durch Meldung an das BSI

Was ist der Unterschied zwischen einem NOC und einem SOC?

Ein Network Operations Center (NOC) richtet den Fokus auf die Netzwerk-Performance. Es betrachtet zum Beispiel die Netzwerkgeschwindigkeit und spürt Probleme auf, die den Datenverkehr negativ beeinflussen. Außerdem versucht es Ausfallzeiten so gering als möglich zu halten.

Im Gegensatz dazu spürt ein Security Operations Center (SOC) aktiv Cyberangriffe auf. Das Augenmerk dieser Lösung liegt auf externen Bedrohungen.

Typischerweise arbeiten NOCs and SOCs eng zusammen. Denn wenn ein Cyberangriff durchdringt, wird automatisch auch die Leistung des Netzwerks in Mitleidenschaft gezogen. Um sich intern besser abstimmen zu können, ist das SOC gelegentlich in das NOC des Unternehmens integriert.

Internes vs. externes SOC

Sehr große Unternehmen betreiben meist ein Inhouse-SOC-Team. Mehrere Vollzeit-Security-Experten sind in einer lokalen Leitstelle versammelt und beobachten von dort aus sämtliche Sicherheitsaktivitäten. Typisch ist ein Dreischichten-Betrieb, um die 24/7-Überwachung der Systeme sicherzustellen. 

Für viele KMU ist das aber kein gangbarer Weg:

  • Sie haben nicht genug Personal, um mehrere Mitarbeiter rund um die Uhr für die IT-Sicherheit abzustellen, Stichwort IT-Fachkräftemangel.
  • Es fehlt die interne Expertise, um komplexe SIEM– oder XDR-Tools korrekt zu implementieren und anzuwenden.
  • Es nicht klar, welche gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden müssen, z. B. im Kontext von NIS-2 und DORA.
  • Der interne Betrieb einer 24/7-Leitstelle übersteigt die finanziellen Möglichkeiten des KMU.

Hier kann die Zusammenarbeit mit einem Managed Security Services Provider (MSSP) Abhilfe schaffen. Diese externen Provider übernehmen für Sie den Betrieb Ihres SOCs. Tritt ein Vorfall auf, ergreift der Provider sofort alle notwendigen Maßnahmen. Parallel dazu werden alle Verantwortlichen im Unternehmen in Kenntnis gesetzt. Die genaue Art der Zusammenarbeit wird in einem Service Level Agreement (SLA) geregelt. Es legt z. B. fest, bei welcher Angriffsschwere welche Stakeholder miteinbezogen werden müssen.

Vorteile für KMU:

  • Sie haben sofort Zugriff auf einen großen Pool von IT-Security-Experten.
  • Sie müssen ihre Sicherheitsaktivitäten nicht zeitaufwändig intern managen.
  • Sie können sich auf ihr operatives Kerngeschäft konzentrieren.
  • Die hohen Einrichtungskosten für ein internes SOC entfallen.
  • MSSPs arbeiten oft mit flexiblen Pay-as-you-go-Modellen.
Wissenswert: Hybrides SOC zur Aufstockung des eigenen Teams 
Auch für Unternehmen, die bereits über ein internes SOC verfügen, kann die Zusammenarbeit mit einem MSSP Sinn machen. Z. B. kann das externe SOC dabei helfen, der Ticketflut Herr zu werden. Oder das externe SOC kümmert sich ausschließlich um das Update-Management. Solche hybriden oder co-verwalteten Modelle helfen dem internen SOC dabei, sich auf Kernbedrohungen zu konzentrieren.

Das sind die Vorteile eines SOCs

Unternehmen, die sich für ein Security Operations Center entscheiden, profitieren von einer Reihe von Vorteilen:

  • Angriffe im Keim ersticken
    Ein SOC analysiert Ihre IT-Infrastruktur 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Dadurch werden Cyberangriffe früher erkannt und können schon im Keim erstickt werden, bevor sie sich großflächig über das System ausbreiten.
  • Ausgleich fehlender Security-Ressourcen
    Externe SOC-Teams können Personallücken schließen und sie mit hoch spezialisierten Experten besetzen. Das verringert fixe Personalkosten und den Aufwand fürs Recruiting.
  • Mehr Übersicht
    Eine zentrale Cybersecurity-Leitstelle sorgt für mehr Übersicht. Alle Systeme können auf einen Blick analysiert werden. So lassen sich auch schwierig zu erkennende APT-Attacken (Advanced Persistent Threats) aufspüren.
  • Fester Ansprechpartner
    Mit einem SOC-Team bekommt die Geschäftsführung einen festen Ansprechpartner für alle IT-Sicherheitsfragen. Das wird zukünftig noch wichtiger. Denn mit dem Inkrafttreten der NIS-2-Verordnung am 18. Oktober 2024 haften Geschäftsführer nun persönlich für IT-Sicherheitsmängel.
  • Hohe Flexibilität
    Moderne SOC-Lösungen sind modular strukturiert und bieten Services in verschiedenen Ausbaustufen an. Dadurch können sie Ihrem Unternehmen genau das Servicelevel anbieten, das gerade benötigt wird.
  • Keine Streuverluste
    Dank genauer Monitoring-Daten kann das Sicherheitsbudget genau dort genutzt werden, wo Vorfälle zu erwarten sind.
  • Mehr Vertrauen
    Ein SOC trägt dazu bei, das Vertrauen von Kunden und Partnern in Ihr Unternehmen zu stärken. Es signalisiert – „Wir nehmen die Sicherheit kritischer Daten ernst.“ Das ist ein wichtiges Verkaufsargument.
  • Bessere Sicherheitsprognosen
    Ein gutes SOC erlaubt Prognosen, welche Bedrohungen zukünftig zu erwarten sind. Dadurch können sich Unternehmen besser vorbereiten.
  • Ein SOC bietet Compliance-Nachweise
    Die Security-Berichte des SOCs können als Compliance-Nachweis genutzt werden. Unternehmen können damit belegen, dass sie gesetzliche Anforderungen an die Cybersicherheit erfüllen.

Mögliche SOC-Herausforderungen

Soll ein Security Operations Center intern betrieben werden, gestaltet sich die Suche nach geeigneten Mitarbeitern meist als schwierig. Laut einer Bitkom-Studie sind aktuell 149.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt. Dazu kommt die lange Vorlaufphase. Selbst bei guter Planung können sechs bis zwölf Monate ins Land gehen, bevor die internen Strukturen stehen.

Die Lösung kann die Zusammenarbeit mit einem externen SOC-Anbieter sein. Hier erhalten Sie sofort Zugriff auf ein Team von Security-Experten. Der Anbieter verfügt über erprobte Strukturen, weil er das gleiche Produkt bereits für andere Unternehmen umgesetzt hat.

Eine weitere Herausforderung: Die SOC-Tools generieren täglich eine Vielzahl an Warnungen. Bei vielen dieser Tickets handelt es sich jedoch um Fehlalarme („False Positives“). Die Schwierigkeit für das SOC-Personal besteht darin, aus dieser Masse von Tickets die wesentlichen Meldungen herauszufiltern. Im schlimmsten Fall bleiben relevante Bedrohungen zu lange unentdeckt.

Die Lösung besteht darin, die verwendeten SIEM-, XDR- und anderen Threat-Hunting-Systeme korrekt zu justieren. Entsprechende Experten wissen um den technischen „Sweetspot“. Sie finden die richtige Mischung aus Empfindlichkeit der Systeme vs. der Alarm-Frequenz.

Ein letzter Punkt ist das Thema Datenhoheit. Arbeiten Unternehmen mit einem externen SOC zusammen, stellt sich unter Umständen das Gefühl ein, nicht mehr Herr über die eigenen Unternehmensinformationen zu sein. Doch mit dem richtigen Anbieter lässt sich auch dieses Problem lösen. Er wird Ihnen einen eigenen Kunden-Tenant, z. B. innerhalb von Microsoft Sentinel einrichten. Auf diese Weise können Sie bis ins Detail nachvollziehen, was mit Ihren Daten geschieht. Sie bleiben nicht der Willkür des MSSPs überlassen.

Wie ein externes Security Operations Center funktioniert

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit einem externen SOC-Anbieter? Wir stellen Ihnen hier exemplarisch den Ablauf anhand unserer eigenen Lösung, dem Proact SOC, vor.

Phase 1: Bestandsaufnahme

An erster Stelle steht immer eine gründliche Bestandsaufnahme. Hier werden zunächst alle Sicherheits- und Compliance-Anforderungen des Unternehmens ermittelt. Dabei machen sich die Proact-SOC-Experten vor Ort ein Bild über Ihre Systeme. Außerdem setzten wir uns mit Ihrem Inhouse-Team zusammen und besprechen konkrete Sicherheitsherausforderungen. Das Ziel: eine realistische Beurteilung des Status quo, unter Einbeziehung aller Verantwortlichen.

Phase 2: Auswahl der Lösungen

Im nächsten Schritt werden dem Kunden die verwendeten Software-Lösungen und Service-Bausteine vorgestellt. Proact setzt hier auf die erprobte Microsoft-Defender-XDR-Lösung in Verbindung mit Microsoft Sentinel. In gemeinsamen Gesprächen wird dann herausgearbeitet, welche Tools konkret zum Einsatz kommen sollen.

Phase 3: Implementierung der Services

Nun geht es an die Implementierung der Services. Diese richtet sich immer nach dem Servicelevel, welches im Vorfeld definiert wurde. Hier ein Überblick über die Proact-SOC-Module:

Incident Monitoring & Response:

Das Herz der Proact-SOC-Lösung bildet das „Incident Monitoring & Response“-Modul. Wir überwachen die IT-Umgebung unserer Kunden aktiv und rund um die Uhr, also auch nachts und am Wochenende. Dazu kommen die verschiedenen Microsoft-Defender-XDR-Tools zum Einsatz:

  • Microsoft Defender for Endpoint
  • Microsoft Defender for Identity
  • Microsoft Defender for Office 365
  • Microsoft Defender for Cloud Apps
  • Microsoft Defender Vulnerability Management

Außerdem setzen wir Microsoft Sentinel ein, die SIEM- und SOAR-Lösung von Microsoft. Um alle diese Tools optimal zu nutzen, entwickeln wir standardisierte Verfahren zur Bewertung von Sicherheitsmeldungen. Wiederkehrende Alarme werden in Playbooks festgehalten. Langfristig eröffnet das die Möglichkeit, Alarme automatisiert abzuarbeiten.

Reporting:

Verschiedene Dashboards erlauben es dem SOC und dem Kunden, genau nachzuvollziehen, was gerade geschieht. Beispielsweise können Sie über unser SLA-Dashboard einsehen, wie strikt sich Proact an die Vereinbarungen aus dem Service Level Agreement hält. Ein Management-Summary-Dashboard bietet einen schnellen Überblick über die wichtigsten Security-Ereignisse. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, sollten Sie das ASR-Dashboard betrachten („Attack Surface Reduction Rules“). Es bietet eine Visualisierung von geblockten oder auditierten Regelanwendungen.

Threat & Vulnerability Management:

Ein weiteres wichtiges Service-Modul bildet das Threat & Vulnerability Management. Dieses befasst sich mit der Einordnung und Beseitigung von Schwachstellen. Hier profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Anbieter von SOC-Lösungen.

Custom Detections:

Mit unseren Custom-Detection-Regeln gehen wir deutlich über die Standardalarme von Microsoft Defender XDR hinaus. Wir passen diese Custom-Regeln auch noch einmal speziell auf Ihr Unternehmen an.

Refinement-Service:

Grundsätzlich führen wir quartalsweise Management-Meetings durch. Im Rahmen unseres Refinement-Services können Sie zusätzliche Meetings vereinbaren, um technische Updates zu besprechen. Das macht Sinn, weil sich der Funktionsumfang der Microsoft-Security-Tools ständig erweitert. So stellen Sie sicher, dass Sie neue Funktionen sinnvoll und zeitnah einbinden können.

Wir bieten hier verschiedene Ausbaustufen an. Beispielsweise erhalten Sie bei „Refinement Plus“ drei feste Dienstleistungstage pro Monat und bei „Refinement Premium“ sechs Tage pro Monat zu vergünstigten Konditionen.

Phase 4: Erarbeitung von Prozessen

Die Effektivität von Sicherheitslösungen hängt nur zum kleineren Teil von den verwendeten Tools und zum größeren Teil von den Prozessen ab, die sie unterstützen. 

Dafür können wir auf umfassende Erfahrungen aus früheren Kundenprojekten zurückgreifen. Diese Best Practices geben wir an sie weiter. Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen Prozesse, die den Betrieb Ihrer externen SOC-Lösung nahtlos in Ihr Unternehmen integrieren. Das Resultat: eine Abhärtung Ihrer Security Posture und die Erfüllung von Compliance-Anforderungen.

Darum ist Proact der richtige Partner für Ihr SOC

Anbieter von externen SOC-Lösungen gibt es viele. Hier lesen Sie, was das Proact Security Operations Center besonders macht.

  1. Unsere Kunden behalten die Hoheit über ihre Daten
    Als Proact-Kunde erhalten Sie Ihren eigenen Kunden-Tenant in Microsoft Sentinel. Auf diese Weise können Sie alle Daten und Vorgänge selbstständig einsehen und nachvollziehen. Sie sind nicht von uns abhängig.
  2. Anbindung an das vorhandene Kundenticketsystem
    Proact „klinkt“ sich in das existierende Support-Ticketsystem des Kunden ein. Auf diese Weise können bereits bekannte Kommunikationswege weiter genutzt werden – gewohnte Abläufe ändern sich nicht.
  3. Langfristige Perspektive
    Viele MSSPs wollen Ihnen nur ein bestimmtes Security-Modul verkaufen. Damit ist der Fall für sie abgeschlossen. Das ist nicht unser Ansatz. Wir wollen, dass unsere Kunden langfristig sicherer werden. Es geht uns um die ganzheitliche Stärkung Ihrer Security-Landschaft.
  4. Partnerschaftliche Zusammenarbeit
    Als Kunde von Proact werden Sie immer aktiv in sämtliche Prozesse eingebunden. Wir beraten Sie fortlaufend.
  5. 24/7-SOC in Deutschland
    Unsere Experten überwachen Ihre IT-Infrastruktur rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende. Wichtig: Ihr Proact-SOC-Team hat seinen Sitz in Deutschland. Damit stellen Sie sicher, dass Sie aktuelle und zukünftige europäische Compliance-Anforderungen einhalten.
  6. Skalierbar durch Cloud-Basis
    Ihre SOC-Lösung von Proact wächst mit Ihnen mit. Weil unsere Systeme cloudbasiert sind, passen sie sich flexibel an Ihren Bedarf an. Das gilt auch für den Fall, dass Sie zeitweise weniger Bedarf haben.
  7. Modular erweiterbar, um alle Datenquellen zu nutzen
    Die Service-Komponenten des Proact SOCs sind modular erweiterbar. Auf diese Weise kann Ihr Unternehmen immer mehr sicherheitsrelevante Datenquellen erschließen und sich noch besser absichern.

Sichern Sie Ihr Unternehmen ab – mit dem SOC von Proact!

Sie sind auf der Suche nach einer verlässlichen SOC-Lösung? Dann sollten wir uns unterhalten. Unser Expertenteam überwacht Ihre IT-Landschaft 24/7 aus Deutschland. So stellen wir sicher, dass Cyberbedrohungen frühzeitig erkannt und behoben werden. Damit reduzieren Sie nicht nur Risiken, sondern erfüllen auch gesetzliche Compliance-Anforderungen.

Wir bieten flexible Lösungen, sowohl für KMU, die ihr SOC komplett outsourcen möchten, als auch für Großunternehmen, die ein sekundäres SOC benötigen. Auch hybride Lösungen, bei denen nur einzelne SOC-Services eingekauft werden, realisieren wir für Sie. Indem wir eng mit Ihrer Inhouse-Abteilung zusammenarbeiten, passen wir jedes unserer Produkte individuell auf Ihre Bedürfnisse an.

Sind Sie bereit, Ihre IT-Sicherheit auf das nächste Level zu heben? Dann vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Erstberatung.

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