Unternehmen nutzen und speichern täglich große Mengen an digitalen Daten. Der Speicherplatz, der ihnen dafür intern zur Verfügung steht, ist jedoch begrenzt. Deswegen gibt es Storage-as-a-Service-Anbieter (STaaS). Sie stellen den benötigten Speicher in Form von Service-Paketen bereit, die von Unternehmen flexibel hinzugebucht werden können. In diesem Artikel betrachten wir, wie genau STaaS funktioniert, welche Vorteile das Modell bietet und wie die Angebote der wichtigsten STaaS-Provider im Detail aussehen.

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Was ist Storage-as-a-Service?
Storage-as-a-Service (STaaS) ist ein Angebot, bei dem Unternehmen Speicherplatz als modularen IT-Dienst von einem STaaS-Provider beziehen. Die Bereitstellung erfolgt in der Regel über die Cloud. Nutzer können diesen Speicherplatz beispielsweise für Online-Backups, KI-Workloads oder Hybrid-Cloud-Szenarien nutzen.
Storage-as-a-Service ist besonders für Unternehmen interessant, die mit großen Datenmengen arbeiten, aber lokal nur über begrenzte Kapazitäten verfügen. Sie können den fehlenden Speicherplatz flexibel hinzubuchen. Die Abrechnung erfolgt meist über ein Pay-as-you-go-Modell. Das Unternehmen zahlt also nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen.
Alternativ kann Storage-as-a-Service auch als On-Prem- oder Hybrid-Cloud-Lösung bezogen werden (z.B. NetApp Keystone). Hier installiert und verwaltet der Anbieter die Storage-Hardware im Rechenzentrum des Kunden. Ein Vorteil sind die geringen Latenz-Zeiten. Außerdem ist die lokale Speicherung von Daten in manchen Industrien notwendig, um Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Der Nachteil ist, dass On-Prem-STaaS-Modelle weniger flexibel skalieren als in der Cloud-Variante.
Die 3 Hauptspeicherarten
Für STaaS kommen hauptsächlich drei Speicherarten zum Einsatz.
1. Blockspeicher (Block Storage)
Hier werden Daten in gleich große Blöcke aufgeteilt, mit einer ID versehen und in der Speicherumgebung abgelegt. Die Blockgröße ist anpassbar und variiert je nach Use Case und Speichersystem. Um die Daten zu lesen, identifiziert das System die Speicherorte der Blöcke und setzt die ursprünglichen Informationen wieder zusammen. Typische Anwendungsfälle für Blockspeicher sind Datenbanken, virtuelle Maschinen (VMs), ERPs und High-Performance-Workloads. Blockspeicher ist schnell, allerdings relativ kostenintensiv.
2. Dateispeicher (File Storage)
Beim Dateispeicher werden die Dateien hierarchisch organisiert, wie man das beispielsweise von Betriebssystemen kennt. Die Daten werden also nicht anhand ihrer physikalischen Adresse verortet, sondern mithilfe der Verzeichnisstruktur. Das fördert die Benutzerfreundlichkeit und das Teilen von Daten, weshalb sich File-Storage-Systeme gut für Projekte eignen, bei denen Sie mit externen Partnern zusammenarbeiten. Jedoch ist die Skalierbarkeit im Vergleich mit anderen Speicherarten gering. Außerdem werden File-Storage-Systeme schnell unübersichtlich, je mehr Daten die User hinzufügen.
3. Objektspeicher (Object Storage)
Objektspeicher verzichtet auf hierarchische Verzeichnisstrukturen. Stattdessen werden Daten „flach“ abgelegt. Jedes Objekt hat einen eindeutigen Namen und weist Meta-Informationen auf, um es abrufen und analysieren zu können. Der Vorteil dieser Speicherart: Objektbasierte Datenspeicher lassen sich kosteneffizient skalieren, ohne dass sich die organisatorische Komplexität erhöht. Diese Variante bietet sich für unstrukturierte Daten (zum Beispiel Videos) und „kalte“ Daten an – also Informationen, auf die Sie nur selten zugreifen.

Das sind die Vorteile
Storage-as-a-Service bietet Ihrem Unternehmen eine Reihe von Vorteilen.
Attraktive Kostenstrukturen
Eine STaaS-Lösung ist, was die Implementierung angeht, meist deutlich günstiger als eine eigene Storage-Infrastruktur. Es muss keine kostspielige Hardware angeschafft werden. Durch die monatliche Abrechnung nach Verbrauch haben Sie jederzeit Kostentransparenz. Weiterhin müssen Sie keine neuen Mitarbeiter einstellen, weil Sie den Betrieb an einen externen Storage-Service-Provider übergeben. Auch die Kosten für die Erneuerung der Hardware entfallen.
Skalierbarkeit
Sie können jederzeit, auch kurzfristig, nach oben skalieren, wenn Sie mehr Speicherplatz benötigen. Der Preis passt sich entsprechend an. Genauso leicht können Sie nach unten skalieren, falls sich Ihr Speicherplatzbedarf zum Beispiel saisonbedingt verringert. Dementsprechend zahlen Sie auch weniger.
Ortsunabhängiger Zugriff
Wenn Sie eine Cloud-Storage-Lösung nutzen, können Sie jederzeit von beliebigen Orten und Geräten auf Ihre Daten zugreifen. Das ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität und begünstigt moderne Remote-Work-Modelle.

Die wichtigsten Storage-as-a-Service-Anbieter
Es gibt eine Vielzahl von Providern, die Storage-as-a-Service für Unternehmen anbieten. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor und erklären, was die verschiedenen Angebote ausmacht.
Microsoft Azure
Bei Microsoft Azure können Sie auf eine Vielzahl von Speicherdiensten zugreifen – das umfasst alle oben genannten Speicherarten (Block-, Datei- und Objektspeicher). Data Lakes lassen sich mithilfe von Azure Data Lake Storage realisieren. Mithilfe von Azure Files können Mitarbeiter leicht Daten teilen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Azure Disk Storage bietet Ihnen leistungsstarken, langlebigen Blockspeicher mit fünf Optionen: Ultra Disk Storage, Premium SSD v2, Premium SSD, Standard SSD und Standard HDD. Azure Disk Storage ist eine gute Lösung für unternehmenskritische Anwendungen.
- Azure Blob Storage ist ein sicherer und extrem skalierbarer Objektspeicher für cloudnative Workloads, Data Lakes, Archivierung und Machine Learning.
- Durch weltweite Rechenzentren und Azure Edge Zones ermöglicht Azure geringe Latenzzeiten und einen hohen Daten-Durchsatz.
- Azure unterstützt diverse Protokolle wie NFS, SMB und REST API, sodass Daten aus verschiedenen Quellen gespeichert und abgerufen werden können.
- Mit Azure NetApp Files erhalten Unternehmen eine leistungsstarke, hochskalierbare Cloud-Dateifreigabe, die sich in bestehende Windows- und Linux-Umgebungen integriert. Dank integrierter Sicherheits- und Backup-Funktionen bleiben Daten zuverlässig geschützt, während sich Wiederherstellungszeiten auf ein Minimum reduzieren. Die flexible Skalierung ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Storage-Ressourcen.
- Mit Azure Data Box verschieben Sie Daten in die Cloud, selbst wenn Ihr Netzwerk gerade ausgelastet ist.
- Alle Azure-Dienste können leicht in andere Microsoft-Dienste wie Microsoft 365 und SharePoint integriert werden.
Amazon Web Services
Amazon Web Services (AWS) bietet diverse Services zum Speichern, Verwalten und Analysieren von Daten. Dazu zählen Objekt-, Datei- und Blockspeicherdienste sowie Datenmigrations-Lösungen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Amazon Simple Storage Service (Amazon S3) ist ein Objektspeicherdienst mit umfangreichen Verwaltungsfunktionen und Zugriffskontrollen. Der Service skaliert leicht, bis hin zu einem Exabyte. Die Datenbeständigkeit beträgt 99,999999999 Prozent. Mit einer Anbindung an vorhandene Storage-Systeme lässt sich z.B. mit Hilfe von S3 sehr einfach ein Tiering von Daten realisieren. Kalte Daten werden vom „teuren“ Produktivstorage auf einen günstigeren S3 Bucket ausgelagert (z.B. NetApp ONTAP S3 oder Proact Cloud Object Storage. Siehe auch Blogartikel „Wie Sie Cold Data auslagern und Kosten sparen“).
- Amazon Elastic File System (Amazon EFS) bietet Ihnen serverlosen Dateispeicher zur gemeinsamen Nutzung von Dateien. Es kann Speicherplatz im Petabyte-Bereich bereitgestellt werden. Die Lösung eignet sich unter anderem für DevOps-, Data-Science- und CMS-Use-Cases.
- Bei Amazon EFS stehen Ihnen drei Speicherklassen zur Auswahl: Amazon EFS Standard (für Hot Data), Amazon EFS Infrequent Access (für Warm Data) und Amazon EFS Archive (für Cold Data). Die Data Durability wird von Amazon mit 99,999999999 Prozent angegeben.
- Amazon FSx bietet Ihnen einen vollständig verwalteten Dateispeicher. Dabei haben Sie die Wahl zwischen vier weit verbreiteten Dateisystemen: NetApp ONTAP (Amazon FSx for NetApp ONTAP), OpenZFS, Windows File Server und Lustre. Der Dienst eignet sich für Migrationen, Backups, Development- und Medien-Workloads.
- Der Blockspeicherdienst Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS) wurde insbesondere für High-Performance-Workloads entwickelt, wie die ERP-Software SAP. Die Latenzzeiten bewegen sich im einstelligen Millisekundenbereich.
- Mithilfe der AWS Snow Family können große Datenmengen leicht in die Cloud transferiert werden.
Google Cloud
Die Google Cloud stellt Unternehmen Storage-as-a-Service in vier verschiedenen Speicherklassen zur Verfügung.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Standard Storage ist für „Hot Data“ gedacht, also jene Daten, auf die Sie häufig zugreifen oder die nur für einen kurzen Zeitraum gespeichert werden. Es gibt keine Mindestspeicherdauer.
- Nearline Storage steht für Daten bereit, auf die weniger oft zugegriffen wird. Die Mindestspeicherdauer beträgt 30 Tage. Die Speicherkosten im Ruhezustand sind geringer als in der Standardvariante; dafür fallen jedoch Abrufkosten an.
- Coldline Storage bietet noch günstigere Konditionen, was die Speicherkosten im Ruhezustand angeht. Die Kosten für den Datenzugriff sind allerdings höher als beim Nearline Storage. Die Mindestspeicherdauer liegt bei 90 Tagen.
- Archive Storage stellt das kostengünstigste Speichermodell dar, geht aber mit hohen Abrufkosten einher. Es eignet sich insbesondere für die Langzeit-Archivierung von Daten, auf die selten oder nie zugegriffen wird. Die Mindestspeicherdauer beträgt 365 Tage.
- Google bietet außerdem das Object Lifecycle Management an. Damit können Daten automatisch in eine andere Speicherklasse verschoben oder gelöscht werden – basierend auf Regeln, die der User im Vorfeld festgelegt hat.
- Google verwendet ein nutzungsbasiertes Preismodell, das sich nach Speicherklasse, Region und Abrufhäufigkeit richtet.
- Mit Google Cloud NetApp Volumes bietet Google eine Dateispeicherlösung für Unternehmen, die anspruchsvolle Workloads in der Cloud betreiben und die bewährten NetApp-Technologien für Datensicherheit und Effizienz nutzen möchten. Diese Lösung eignet sich besonders für datenintensive Anwendungen in hybriden Cloud-Architekturen.
IBM Cloud Storage Services
IBM bietet das komplette Spektrum an Cloud-Speicherlösungen (File-, Block- und Objektspeicher) an. Um die Daten abzusichern, kommen fortschrittliche Verschlüsselungstechnologien zum Einsatz. IT-Policies können leicht über unterschiedliche Cloud-Umgebungen hinweg durchgesetzt werden.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- IBM Cloud Object Storage bietet mit 99,999999999999 Prozent eine sehr hohe Data-Durability-Rate. Auch in Sachen Sicherheit punktet die Lösung. So können die Cyberresilienz-Optionen an den Standort und die Verfügbarkeitsanforderungen angepasst werden. Typische Use Cases für IBM Cloud Object Storage sind KI-Workloads, Immutable Backups, Langzeit-Archivierung und die Entwicklung von cloudnativen Apps.
- IBM Block Storage eignet sich insbesondere für High-Performance-Workloads. Es bietet dynamische Datenzuordnung, zuverlässige Notfallwiederherstellung und schnellen Container-Storage für Kubernetes-Umgebungen.
- IBM Cloud File Storage ist eine schnelle, langlebige NFS-Speicherlösung, auf Basis einer Flash-Architektur. Das Produkt kann flexibel auf Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Die Speicherkapazität reicht von 10 bis 32.000 Gigabyte.
NetApp Keystone
Das Keystone-STaaS-Angebot von NetApp unterscheidet sich von anderen Providern durch seinen starken Fokus auf die Hybrid Cloud. Dafür kommt eine zentrale Konsole (NetApp BlueXP) zum Einsatz, welche nahtlos On-Prem-Server und Cloud-Ressourcen verknüpft. Die Abrechnung erfolgt nach dem Pay-as-you-go-Prinzip.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- NetApp Keystone bietet Ihnen alle wichtigen Speicherarten (File-, Block- und Objektspeicher), die an unterschiedlichen Speicherorten eingesetzt werden können. Eine Einbindung aller großen Public-Cloud-Anbieter (AWS, Azure, Google Cloud) ist problemlos möglich.
- NetApp bietet fünf unterschiedliche Service-Level (Stand 2025-04):
- Extrem: bis zu 12,2k IOPS pro TiB; 384 MB/s Durchsatz pro TiB
- Premium: bis zu 4k IOPS pro TiB; 128 MB/s Durchsatz pro TiB
- Performance: bis zu 2k IOPS pro TiB; 64 MB/s Durchsatz pro TiB
- Standard: 512 IOPS pro TiB; 16 MB/s Durchsatz pro TiB
- Value: 128 IOPS pro TiB; 4 MB/s Durchsatz pro TiB
- Die Leistungsklasse „Extreme“ ist für Analytics- und Datenbank-Use-Cases gedacht. „Premium“ und „Performance“ richten sich an VDI-, Virtualisierungs- und Development-Use-Cases. „Standard“ deckt Dateifreigaben und Webserver ab. „Value“ ist für Backup-Use-Cases intendiert. Je nach Leistungsklasse gibt es Minimum-TiB-Anforderungen.
- Der NetApp-Objektspeicher verwendet die NetApp-StorageGRID-Software. Mit ihrer Hilfe lassen sich Daten leicht zwischen verschiedenen Speicherorten migrieren. Auch für Data Lakes und Analytics-Use-Cases ist die Lösung sehr gut geeignet. Sie bietet eine hochgradig skalierbare Infrastruktur. Ebenso profitieren Medien-Unternehmen, weil sich Daten-Policies leicht über unterschiedliche Instanzen hinweg durchsetzen lassen. Das optimiert Workflows.
- Selten genutzte Daten können im Rahmen von Keystone automatisch in günstigere Speicherklassen verschoben werden. Damit sind Kosteneinsparungen von mehr als 50 Prozent möglich.
- NetApp Keystone bietet seinen Kunden flexible Vertragslaufzeiten von ein bis fünf Jahren. Bursting in die Cloud ist ohne weitere Kosten möglich.
- Auf den Service-Stufen Extreme und Premium garantiert NetApp eine Uptime von 99,999 Prozent. Auf diese Weise kommt es pro Monat im Schnitt zu weniger als 27 Sekunden Ausfallzeit für Unified File- und Block-Storage mit Daten-Tiering.
- NetApp minimiert den CO₂-Fußabdruck seiner Keystone-Kunden, indem für jedes SLA-Performance-Level ein maximaler Energieverbrauch in Watt pro Tebibyte (W/TiB) garantiert wird (Sustainability SLA). Wird dieser maximal garantierte Verbrauch während eines Abrechnungszeitraums nicht eingehalten, gewährt NetApp Service-Credits.
- Mit NetApp Cloud Insights können Sie Ihre komplette Hybrid-Cloud-Umgebung überwachen. Dafür kommen moderne AI-Tools zum Einsatz.
- Generell überzeugt NetApp Keystone in Sachen Sicherheit – von der integrierten Datensicherung über die End-to-End-Verschlüsselung bis hin zu einer Ransomware-Recovery-Garantie.
Oracle Cloud Infrastructure (OCI)
Unter der Bezeichnung Oracle Cloud Infrastructure (OCI) bietet Oracle Datei-, Block- und Objektspeicher an.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- OCI Block Volumes bietet einen leistungsstarken Blockspeicher. Eine Skalierung auf ein Petabyte pro Compute-Instanz ist möglich. Typische Anwendungsfälle sind KI- und ML-Training, Streaming und Container-Plattformen. Auch Datenbank-Anwendungen und Online Transactional Processing (OLTP), wie sie im E-Commerce zum Einsatz kommen, sind Use Cases.
- OCI Object Storage bietet eine Data Durability von 99,999999999 Prozent. Die Lösung eignet sich insbesondere für Data Lakes, große Mengen von Mediendateien und Archivierungszwecke. Ihnen stehen verschiedene Verwaltungsschnittstellen wie eine Web-Konsole, CLI, API und SDK zur Verfügung. Weiterhin können Sie die Aufbewahrungszeiträume der Daten anpassen, um Compliance-Vorgaben einzuhalten.
- OCI File Storage ist ein elastisches File-Storage-System. Es wird eine automatische Skalierung auf bis zu acht Exabyte durchgeführt. Sie können Konfigurationen zwischen verschiedenen Instanzen des CI/CD-Tools speichern. Das erleichtert die Anwendungsentwicklung. Außerdem unterstützt OCI File Storage digitale Medien-Workflows, indem die bestehende Dateisemantik eingehalten wird. Das ist praktisch für Streaming-Dienste.
- Für die kostengünstige Langzeit-Archivierung von Daten bietet Oracle den OCI Archive Storage an. Korrupte Dateien werden automatisch erkannt und repariert. Im Ruhezustand erfolgt eine Verschlüsselung via AES-256. Die Lösung ist mit der OpenStack Swift-API und der Amazon-S3-API kompatibel.
Dropbox Business
Dropbox (und Box) sind bekannte Cloud-Storage-Dienste, die sich aber von klassischen Storage-as-a-Service (STaaS)-Lösungen wie Azure, AWS, Google Cloud, IBM Cloud, NetApp und Oracle Cloud unterscheiden. Sie sind eher als File-Sync-und-Share-Plattformen für Endnutzer und Unternehmen konzipiert.
Dropbox bietet Unternehmenskunden vier verschiedene Storage-as-a-Service-Pakete, die sich unter anderem nach der Anzahl der Nutzer und dem Speicherplatz unterscheiden. Auf diese Weise können Teammitglieder leicht Daten miteinander teilen und das von verschiedenen Endgeräten. Die Abrechnung erfolgt wahlweise monatlich oder jährlich.
Das Wichtigste auf einen Blick (Stand 2025-04):
- Dropbox Business ist für Teams ab drei Nutzern verfügbar Die Speicherkapazität beträgt mindestens neun Terabyte. Die Höchstgrenze für die Dateiübertragung liegt auch hier bei 100 Gigabyte und die Wiederherstellungsfrist wiederum bei 180 Tagen. Für dieses Paket können Admins eingerichtet werden. Außerdem lässt sich nachvollziehen, welche Inhalte geteilt wurden.
- Business Plus beinhaltet mindestens 15 Terabyte Cloud-Speicher. Dateien können bis zu einer Größe von 250 Gigabyte übertragen werden, also ein deutlicher Zuwachs. Gelöschte Dateien können zudem bis zu einem Jahr rückwirkend wiederhergestellt werden. Es können abgestufte Admin-Rollen eingerichtet werden. Weiterhin erhalten Sie Warnmeldungen über verdächtige Aktivitäten und es erfolgt ein Compliance-Tracking.
- Das Enterprise-Paket richtet sich an sehr große Organisationen. Die Anzahl der User kann flexibel angepasst werden, ebenso wie die Speicherplatz-Kapazität. Auch hier können Dateien bis zu 250 Gigabyte Größe übertragen werden. Zusätzlich erhalten Kunden Zugriff auf fortschrittliche Sicherheitstools und können personalisierten Live-Support in Anspruch nehmen.
Box Cloud Storage
Auch Box ist ein bekannter Cloud-Storage-Dienst, der sich aber ebenfalls von klassischen Storage-as-a-Service (STaaS)-Lösungen wie Microsoft Azure, Amazon Web Services, Google Cloud, IBM Cloud, NetApp und OCI unterscheidet. Box ist eher als File-Sync-und-Share-Plattform für Endnutzer und Unternehmen konzipiert.
Das Angebot von Box umfasst verschiedene Cloud-Speicher-Pakete. Es erfolgt eine automatische Versionierung. Über die zentrale Admin-Konsole können sämtliche Dateien gemanagt und Berechtigungen vergeben werden. Zudem ist es möglich, lokale Rechenzentren als Speicherort auszuwählen.
Das Wichtigste auf einen Blick (Stand 2025-04):
- Business Plus bietet einen Upload von Dateien mit bis zu 15 GB. Es werden die Standards SOC 1, 2 und 3 eingehalten. Es können eine Vielzahl von Anwendungen wie z.B. Microsoft Office, Copilot und Salesforce integriert werden.
- Beim Enterprise-Plan liegt das Limit pro Upload bei 50 Gigabyte. Unternehmens-Content kann leicht über sogenannte Box Hubs zusammengefasst und präsentiert werden.
- Enterprise Plus hat ein Upload-Limit von 150 Gigabyte pro Upload. Dokumente können via KI analysiert werden. Zusätzlich zu SOC 1, 2, und 3 werden weitere Compliance-Standards wie zum Beispiel HIPAA erfüllt. Die Lösung verfügt über automatische Sicherheits-Kontrollen und bietet 24/7-Support.
Worauf Sie bei der Anbieterauswahl achten sollten
Bevor Sie sich für einen STaaS-Provider entscheiden, sollten Sie einige Vorüberlegungen anstellen:
1. Kosten kalkulieren
STaaS-Provider bieten verschiedene Preis-Modelle an. Die Kosten orientieren sich meist an der Speicherart, der Speichergröße und der Abruf-Frequenz. Führen Sie hier zunächst eine Analyse durch, was Ihr Nutzungsverhalten im Unternehmen angeht:
- Wie viel Speicherplatz belegen Sie aktuell? Beziehen Sie hier auch Daten ein, die derzeit extern auf Geräten von Mitarbeitern und Partnern lagern. Es ist wahrscheinlich, dass diese Daten in Zukunft zentral gespeichert werden müssen.
- Welche Use Cases haben Sie, beispielsweise Datenbank-Anwendungen vs. große Mengen von unstrukturierten Daten? Das beeinflusst die Auswahl der Speicherart. Formulieren Sie Ihre Performance-Anforderungen so konkret als möglich, insbesondere im Hinblick auf IOPS, Latenz und Datendurchsatz.
- Wie ist das Verhältnis von „Hot Data“ zu „Cold Data“, also von oft zu selten genutzten Daten? Danach richtet sich zum Beispiel, welche Speicherklassen Sie benötigen.
- Wie steht es um die Kompatibilität mit anderen Anwendungen? Eine scheinbar günstige Lösung kann schnell teuer werden, wenn aufgrund von fehlenden Schnittstellen umständliche Workarounds konzipiert werden müssen.
- Welche Anforderungen haben Sie an die Uptime? Können Sie mit kürzeren Ausfällen leben und gegebenenfalls eine günstigere Lösung wählen? Oder brauchen Sie ständige Verfügbarkeit?
Erst wenn Sie diese Informationen gesammelt haben, sollten Sie die im Markt verfügbaren Angebote bewerten.
2. Sicherheit prüfen
Vergewissern Sie sich, dass der Provider allen wichtigen Datenschutz- und Cybersecurity-Vorgaben Rechnung trägt. Denn als Eigentümer der Daten sind letztlich Sie dafür verantwortlich, dass gesetzliche Vorschriften eingehalten werden. Das betrifft unter anderem europäische Gesetzestexte wie die DSGVO, NIS-2 und DORA.

Im Speziellen sollten Sie betrachten:
- Verschlüsselung: Welche Protokolle werden hier verwendet? Geschieht eine Verschlüsselung nur im Ruhezustand oder auch im Transit?
- Zugriffskontrollen: Wie wird das Berechtigungsmanagement abgewickelt? Welche Tools stellt Ihnen der Provider hier zur Verfügung?
- Standorte: Wo befinden sich die Rechenzentren? Für die meisten Unternehmen sind europäische Standorte angeraten.
Überprüfen Sie weiterhin die Disaster-Recovery-Prozesse. Wie schnell können bei einem Vorfall Daten wiederhergestellt werden – innerhalb von Stunden oder Tagen? Das kann im Ernstfall einen großen finanziellen Unterschied machen. Sie sollten hier im SLA auf garantierte Recovery Time Objectives (RTO) und Recovery Point Objectives (RPO) bestehen. Erkundigen Sie sich außerdem nach Failover-Optionen.
Nicht zuletzt sollten Sie sich über Zertifizierungen des Providers informieren und in welchen Abständen Sicherheitsaudits durchgeführt werden.
3. Mehrere Anbieter nutzen
Es kann sinnvoll sein, Storage-as-a-Service bei verschiedenen Anbietern einzukaufen und diese Dienste dann in Form einer Multi-Cloud zu bündeln. Auf diese Weise können Sie unterschiedliche Features der Anbieter kombinieren. Auch die Kostenstruktur kann so häufig optimiert werden.
Es ist jedoch entscheidend, die unterschiedlichen Services geschickt zu orchestrieren, und über ein zentrales Dashboard ansteuern zu können. Ansonsten werden solche Multi-Clouds schnell unübersichtlich. Hier kann die Zusammenarbeit mit einem IT-Provider wie Proact Sinn machen. Diese Anbieter sind bestens mit den am Markt verfügbaren Storage-Lösungen vertraut und führen diese für Sie zusammen.
4. Den Support prüfen
Viele der großen Cloud-Anbieter punkten zwar beim Thema Skalierbarkeit, haben aber zum Teil Schwächen beim Customer-Support. Das ist der Größe dieser Tech-Giganten und der Vielzahl ihrer Kunden geschuldet.
Für Sie als Unternehmen kann das Reibungsverluste bedeuten, zum Beispiel, weil Sie ständig mit neuen, anonymen Support-Mitarbeitern zu tun haben. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld über die Support-Erfahrungen anderer Kunden. Lassen Sie sich Reaktionszeiten für Supportanfragen und Störungen im SLA garantieren.
| Auch hier bietet sich die Zusammenarbeit mit einem guten Service-Provider wie Proact an. Proact tritt gewissermaßen als Mittler zwischen den Cloud-Betreibern und Ihrem Unternehmen auf – wir implementieren und betreuen Ihre Storage-Lösung von A bis Z. Dabei haben Sie jederzeit Zugriff auf gleichbleibende Ansprechpartner. Profitieren Sie ebenfalls von unserem Proact-eigenen Storage-as-a-Service Angebot, dem Proact Cloud Object Storage. |
Realisieren Sie Storage-as-a-Service – mit Proact!
Sie möchten die Vorteile von Storage-as-a-Service für Ihr Unternehmen nutzen? Dann sollten wir uns unterhalten. Wir sind einer der weltweit größten NetApp-Partner und außerdem S3-Reseller. Auf diese Weise können wir praktisch jedes Speicherszenario für Sie umsetzen. Genauso bieten wir Ihnen besonders gut abgesicherten Speicherplatz aus der europäischen Proact Hybrid Cloud an. Um die für Sie optimale Lösung zu schaffen, verwenden wir den folgenden, vierstufigen Einführungs-Prozess.
1. Analyse
Zu Beginn der Zusammenarbeit steht immer eine gründliche Bedarfsanalyse. Welche Datenmengen verwalten Sie? Welche Compliance-Anforderungen bestehen? Welche Security-Tools werden bereits genutzt? In dieser Phase arbeiten wir eng mit Ihrem Inhouse-Team zusammen. Wir möchten Ihre Anforderungen genauestens verstehen.
2. Strategie
Basierend auf unserer Analyse entwerfen wir nun Ihre individuelle Storage-Strategie. Wichtig ist uns vor allem, dass diese Strategie für viele Jahre trägt und zum Beispiel auch Zukunftsentwicklungen wie den gestiegenen Anforderungen durch KI-Workloads standhält.
3. Implementierung
Nun geht es an die Migration Ihrer Daten. Wir achten darauf, dass der laufende Geschäftsbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Wir richten auch Prozesse für das Data-Lifecycle-Management ein, zum Beispiel automatische Daten-Tiering-Tools.
4. Wartung & Optimierung
Auch nach der Einführung Ihrer neuen STaaS-Lösung lassen wir Sie nicht alleine. Wir überwachen und optimieren Ihre Speicherumgebung fortlaufend und stehen jederzeit bei Support-Anfragen zur Verfügung.
Kurz gesagt – Proact ist Ihr Rundum-sorglos Storage-Partner.
Das klingt interessant? Dann kontaktieren Sie uns jetzt für ein kostenloses Beratungsgespräch. Wir freuen uns schon, von Ihnen zu hören!

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