Case Study

BAUMANN Springs Ltd.

Managed SOC: Feder-Spezialist erhöht Cyber-Resilienz

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Um sich effektiv vor Cyber-Angriffen zu schützen, setzt die BAUMANN Springs Ltd. auf das Security Operations Center (SOC) von Proact. Die IT-Infrastruktur des Schweizer Traditionsunternehmens wird dadurch rund um die Uhr überwacht. Eingespielte Prozesse sorgen für eine schnelle Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Herausforderung

Was ist das Erfolgsrezept von Familienunternehmen, die sich über mehrere Generationen am Markt behaupten? Zum einen gelingt es ihnen, ihre Produkte und Services kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf die Nachfrage abzustimmen. Zum anderen finden sie die richtigen Antworten auf die Risiken ihrer Zeit. So ist es kaum verwunderlich, dass die BAUMANN Springs Ltd. heute der Cyber-Sicherheit einen hohen Stellenwert einräumt. Das in fünfter Generation geführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Ermenswil südöstlich von Zürich setzt schließlich in allen Bereichen auf IT – von der Verwaltung über die Produktion bis zum Vertrieb.

Die Ursprünge des 1886 gegründeten Unternehmens liegen in der Produktion von Webereiutensilien. Um die Jahrhundertwende spezialisierte sich der Betrieb auf Stahlfedern. Heute gehört der Hidden Champion zu den weltweit führenden Herstellern von technischen Federn sowie Stanz- und Biegeteilen. Sie kommen vor allem in der Medizintechnik und der Automobilindustrie zum Einsatz – zum Beispiel in medizinischen Autoinjektoren für Menschen mit Diabetes und in den Getrieben von Fahrzeugen.

Was ich besonders an der Zusammenarbeit schätze, ist die offene und ehrliche Kommunikation sowie die sehr gute fachliche Beratung.

Lösung

Cyberkriminelle richten sich nicht nach Geschäftszeiten

Die IT-Abteilung von BAUMANN Springs betreut mit einem Team von 18 Personen rund 1.400 Mitarbeitende, die über neun Standorte weltweit verteilt sind. Um dem hohen Schutzbedarf der IT angemessen zu begegnen, setzt das Unternehmen in der Informationssicherheit auf eine Reihe von Maßnahmen. Eine davon ist der Einsatz eines Security Operations Centers (SOC), das die IT rund um die Uhr professionell schützt – auch nachts und am Wochenende. Schließlich können erfolgreiche Cyber-Angriffe verheerendere Schäden anrichten als Naturkatastrophen: Überflutungen oder Brände sind lokal begrenzt. Cyber-Attacken hingegen können im schlimmsten Fall die Produktion an allen Standorten gleichzeitig lahmlegen.

Für den Betrieb des SOC setzte das Familienunternehmen schon früh auf externe Unterstützung. Der Aufbau eines eigenen SOC wäre für das mittelständische Unternehmen kaum wirtschaftlich realisierbar gewesen – zumal BAUMANN Springs im „War for Talents“ im Osten des Kantons Zürich mit zahlreichen Großunternehmen konkurriert. Die ersten Erfahrungen mit Dienstleistern waren jedoch eher ernüchternd. „Die ersten beiden Anbieter, mit denen wir zusammengearbeitet haben, konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Die Abläufe und die Art, wie der Service erbracht wurde, waren nicht zufriedenstellend“, sagt Sebastian Müller, Chief Information Security Officer bei BAUMANN Springs. „Nach erneuter Evaluierung sind wir auf die Proact aufmerksam geworden und haben uns für die Zusammenarbeit entschieden.  Wir sind darüber bis heute sehr glücklich.“

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit klaren Absprachen

Anfang 2024 erfolgte die Übergabe der Aufgabe an Proact. Kurz darauf kam Sebastian Müller als neuer CISO hinzu. „Ich war positiv überrascht, wie gut die Prozesse mit dem Proact SOC bereits eingerichtet waren. Es gab klare Absprachen und gut ausgearbeitete Playbooks, also Drehbücher, die zeigen, wie auf bestimmte Sicherheitsvorfälle reagiert werden soll“, erinnert sich Müller. Zu Beginn wurden beispielsweise Kontaktlisten für Notfälle erstellt, Arbeitsabläufe analysiert und Eskalationspfade definiert. Hinzu kamen technische Onboarding-Schritte, um die eingesetzten Sicherheitslösungen – in diesem Fall die Microsoft Defender Suite und Microsoft Sentinel als SIEM-Lösung – optimal an die Umgebung von BAUMANN Springs anzupassen.

Die alltägliche Zusammenarbeit läuft grundsätzlich über ein Ticketsystem und Microsoft Teams als Kollaborationstool. Ein kleines Team innerhalb von BAUMANN Springs fungiert als Schnittstelle zum externen SOC. Es beschafft bei Vorfällen beispielsweise Informationen, die per Remote-Zugang nicht direkt zugänglich sind. In gemeinsamen Auswertungen und Lessons Learned wird regelmäßig reflektiert, wie gut bestimmte Abläufe funktionieren und was noch verbessert werden kann. „Was ich besonders an der Zusammenarbeit schätze, ist die offene und ehrliche Kommunikation sowie die sehr gute fachliche Beratung“, sagt Müller.

Schnelle Risikoeinschätzung und kontinuierliche Überprüfung von Sicherheitslücken

Sicherheitsvorfälle werden schnell, systematisch und routiniert untersucht. Das Incident Handling läuft dabei so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Automatismen und erweiterte Playbooks helfen dabei, Identitäten, Postfächer oder Geräte effektiv zu schützen. Alle Beteiligten wissen genau, welche Aufgaben sie zu erledigen haben. Die Konfiguration der Sicherheitslösungen wird kontinuierlich verfeinert und die bei Vorfällen auszuführenden Schritte werden gemeinsam trainiert.

Wenn Sicherheitslücken in weit verbreiteter Software bekannt werden, – wie kürzlich bei SharePoint – analysiert das Expertenteam im SOC unmittelbar den Impact für BAUMANN Springs und leitet die Einschätzung an die IT-Abteilung weiter. Im Fall der SharePoint-Lücke war schnell klar, dass die Infrastruktur des Familienunternehmens nicht betroffen war. „Die schnellen und fundierten Risikoeinschätzungen zur Sicherheitslage helfen uns auch in der Kommunikation mit Kunden und Partnern“, sagt Müller. „Wir stehen in kontinuierlichem Dialog und sehen Cyber-Transparenz als wichtigen Teil einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.“ Insbesondere bei Dienstleistungen im Bereich der Medizintechnik gehört die proaktive Meldung von Sicherheitsvorfällen zum Tagesgeschäft.

Kontinuierliche Weiterentwicklung der Cyber-Resilienz

Im Rahmen der Cybersecurity-Strategie von BAUMANN Springs erfüllt das SOC eine wichtige grundlegende Funktion. Es hilft vor allem dabei, die aktuelle Sicherheitslage transparent zu machen, Vorfälle frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Darauf aufbauend setzt das Familienunternehmen auf ein Informationsmanagementsystem nach ISO 27001. Für die Zukunft sind weitere Maßnahmen rund um das Business Continuity Management geplant, um IT-Ausfälle temporär überbrücken zu können.

„IT-Sicherheit ist nie ‚fertig‘, sondern eine kontinuierliche Aufgabe, die den jeweils aktuellen Entwicklungen einer dynamischen Risikolandschaft Rechnung tragen muss“, sagt Müller. Dass dieses Verständnis bei BAUMANN Springs gelebt wird, zeigt sich auch in der Unterstützung des Themas durch die Unternehmensführung. So tagt das Top-Management regelmäßig im Information Security Steering Board, begutachtet die Fortschritte und plant das weitere strategische Vorgehen. Damit legt das Unternehmen heute den Grundstein, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen und gegen die Risiken der Zeit gewappnet zu sein.

Benefits

  • 24/7-Betrieb in Deutschland mit kompetentem Expertenteam
  • Incident Monitoring & Response aus einer Hand
  • Schnelles Onboarding mit Best Practices und klaren Absprachen
  • Integration mit vorhandenen Support- und Ticketsystemen
  • Einsatz bewährter Sicherheitslösungen wie Microsoft Defender und Sentinel
  • Kundenspezifische Anpassungen mit Workbooks und Konnektoren

Key components

  • Proact SOC
  • Microsoft Defender XDR
  • Microsoft Sentinel

Die schnellen und fundierten Risikoeinschätzungen zur Sicherheitslage helfen uns auch in der Kommunikation mit Kunden und Partnern.

Über BAUMANN Springs

Die BAUMANN Gruppe ist ein international tätiges Schweizer Familienunternehmen, das weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von Federn, Stanz- und Biegeteilen ist. In fünfter Generation geführt, ist BAUMANN seit über 135 Jahren erfolgreich tätig und inzwischen auf drei Kontinenten in insgesamt neun Ländern vertreten.

BAUMANN ist spezialisiert auf die weltweite Großserienfertigung von kaltgeformten Feder- und Stanzlösungen für anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen Automobil, Medizin und Industrie. Über die reine Produktion von Federn, Stanz- und Biegeteilen hinaus unterstützt BAUMANN seine Kunden mit fundiertem technischem Know-how – einer Synergie aus hauseigenem Engineering, Forschung & Entwicklung und dem internen Maschinenbau –, um die effizientesten, zuverlässigsten und langlebigsten Produktdesigns und Produktionskonzepte zu entwickeln.

BAUMANN beschäftigt weltweit rund 1.400 hochqualifizierte Mitarbeitende, davon rund 400 am Hauptsitz in Ermenswil südlich von Zürich. Als Teil der BAUMANN-Familie zeichnen sich die Mitarbeitenden von BAUMANN insbesondere durch ihre Leidenschaft und ihr Engagement für das Unternehmen, seine Produkte und Kunden aus.

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