Case Study
J. Lehde GmbH
Bauspezialist setzt auf IT-Fundament aus der Cloud
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Herausforderung
Die Digitalisierung ist aus der Baubranche nicht mehr wegzudenken. Ein Blick auf traditionsreiche Bauunternehmen wie die 1946 gegründete J. Lehde GmbH zeigt, wie stark sich Prozesse und Arbeitsweisen in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Das Familienunternehmen aus Soest hat sich auf Industrie-, Gewerbe- und Zweckbauten aus Stahlbetonfertigteilen spezialisiert. Mit rund 140 Mitarbeitenden agiert die Firma als Generalunternehmen und deckt alle wesentlichen Bauleistungen unter einem Dach ab – von der Planung im Architektur- und Ingenieurbüro bis zur Herstellung von Bauteilen im eigenen Stahlbetonfertigteilwerk.
„Eine funktionierende IT ist für uns unentbehrlich“, sagt Johannes Lehde, der das Geschäft gemeinsam mit seinem Cousin Martin Butz in dritter Generation leitet. „Früher bestand das Hauptrisiko für Geschäftsunterbrechungen darin, dass der Betonmischer ausfiel. Heute hängen nahezu alle unsere Geschäftsprozesse stark von der IT ab.“ Neben unternehmensweiten Systemen wie ERP- und CRM-Lösungen sowie Standardsoftware wie MS Office setzen die einzelnen Abteilungen auch fachspezifische Anwendungen ein. Der Finanzbereich nutzt zum Beispiel eine spezielle Kalkulationssoftware, während das Architektur- und Ingenieursbüro auf CAD- und Zeichensoftware angewiesen ist.
Die Zusammenarbeit mit der Proact ist offen und vertrauensvoll. Die Lösungen sind zielführend und die Kommunikation ist großartig.
Johannes Lehde, Geschäftsführer
Lösung
Sicherheit motiviert den Einstieg in die Proact Hybrid Cloud
Bis Ende der 2010er Jahre verwaltete bei Lehde ein interner Systemadministrator eigenständig die IT-Infrastruktur On-Premises. Schnell wurde aber klar, dass aufgrund der steigenden IT-Anforderungen und Cyberbedrohungen ein verantwortungsbewusster Betrieb deutlich mehr erforderte, als eine Person leisten konnte. Das Familienunternehmen entschied sich deshalb für den Weg in die Proact Hybrid Cloud und legte damit die grundlegende IT-Infrastruktur – vom Active Directory über Datei- und Druckdienste bis zur Firewall – in die Hände eines Dienstleisters.
Ausschlaggebend für die Wahl der Proact waren strategische und technische Kompetenzen als Hybrid Cloud Serviceprovider, Architekturberatung aber auch IT-Betrieb und Servicequalität durch Managed Services mit geregelten SLAs und hohen Verfügbarkeiten. „Wir hätten uns damals beinahe einen Verschlüsselungstrojaner eingefangen. Das hat uns schlagartig auch die größer werdenden Cyber-Risiken vor Augen geführt und uns darin bekräftigt, die IT mit externer Hilfe auf ein robusteres Fundament zu stellen“, erinnert sich Johannes Lehde. „Die Proact hat uns als Spezialist aus der Region mit einschlägiger Security-Expertise überzeugt.“
Zunächst wurde ein Glasfaseranschluss realisiert, um die Voraussetzungen für den Umzug ins externe Rechenzentrum zu schaffen. Dadurch eröffnete sich für Lehde ein völlig neuer Möglichkeitsraum in Bezug auf das mobile Arbeiten und den Zugriff auf die IT-Umgebung – sei es im Homeoffice oder auf der Baustelle. Heute sind die Kolonnen, die auf die Baustellen ausrücken, mit Tablets ausgestattet und können darüber jederzeit die Baupläne einsehen. Auch die Bauleitenden können sich unterwegs per iPhone über eine VPN-Verbindung direkt mit der IT-Umgebung von Lehde verbinden und haben dadurch alle wichtigen Projektdaten im Blick.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Seit der Verlagerung der Infrastruktur in die Cloud können sich die internen IT-Experten von Lehde stärker auf die Unterstützung des Geschäfts konzentrieren. Mittlerweile betreuen zwei Systemadministratoren die Anwendungen sowie die Nutzer mit rund 70 Computerarbeitsplätzen. Darüber hinaus entwickelt ein Spezialist für das Building Information Management (BIM) kleine unternehmensspezifische Programme, die interne Abläufe unterstützen und repetitive Aufgaben automatisieren.
Für den Austausch zwischen dem IT-Team von Lehde und dem Team von Proact findet ein wöchentlicher Regeltermin statt, in dem Vorkommnisse, Wünsche und Pläne besprochen werden. Arbeiten an der Infrastruktur werden über das Ticketsystem von Proact erfasst und bleiben dadurch transparent. Die gemanagte Basisinfrastruktur wird bedarfsgerecht weiterentwickelt. Als im Rahmen des Monitorings zum Beispiel ein signifikanter Anstieg der Angriffe erkannt wurde, erfolgten weitere Sicherheitsmaßnahmen. So wurde das Netzwerk segmentiert, um die Risiken weiter zu minimieren.
„Wir arbeiten jetzt seit mehr als sechs Jahren zusammen und sind mit dem Service sehr zufrieden“, sagt Manuel Multhaupt, Systemadministrator bei Lehde. „Die Wege sind kurz, der Betrieb ist sehr stabil, und das Team denkt mit.“ Auch Johannes Lehde zeigt sich zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit der Proact ist offen und vertrauensvoll. Die Lösungen sind zielführend und die Kommunikation ist großartig.“
Sicherer Betrieb und Entlastung des IT-Teams
Auch wenn bis auf die Exchange-Umgebung ein wesentlicher Teil der IT-Infrastruktur von Lehde in die Cloud verlagert wurde, ist für digitale Souveränität weiterhin gesorgt. Ein Großteil der Daten liegt heute im Proact Rechenzentrum in Frankfurt. Darüber hinaus kann die IT-Umgebung heute viel dynamischer gestaltet werden. „Im alten Setup hätten wir einen neuen Server selbst in der Hardwareumgebung bauen müssen. Das hätte jeden Rahmen gesprengt“, sagt Multhaupt. „Heute können wir bei Bedarf einfach einen virtualisierten Server über die Proact Hybrid Cloud anlegen.“
Auch bei den Mitarbeitenden kommt die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur gut an. Neben den ausgebauten Möglichkeiten für mobiles Arbeiten trifft vor allem die Digitalisierung des Werks auf positive Resonanz „Seit wir flexibler auf unsere Infrastruktur zugreifen können und die Tablets verteilt haben, gehören Papierpläne der Vergangenheit an“, resümiert Multhaupt. „Mehrere kleine interne Applikationen sorgen außerdem dafür, dass bestimmte Arbeiten – und die Zusammenarbeit verschiedener Gewerke – besser unterstützt und Laufwege kürzer werden.“
IT-gestützte Prozesse verbessern Planungen und Projektergebnisse
Abgeschlossen ist die Digitalisierung bei Lehde noch nicht, das Unternehmen versteht die Transformation vielmehr als kontinuierlichen Prozess. Schon heute werden alle Pläne nach der BIM-Methode digital erzeugt und die Gebäude als digitale Zwillinge virtualisiert. Das Ingenieursbüro teilt 3D-Daten mit den Partnerunternehmen. Über spezielle Online-Plattformen können z. B. Nachunternehmen wie Heizungsinstallateure ihre Pläne integrieren. Automatisierte Prüfungen wie Kollisionskontrollen stellen sicher, dass die einzelnen Gewerke nahtlos ineinandergreifen. Auch die Stahlbetonfertigteilproduktion ist digital gesteuert, was zu einer präziseren, ressourcenschonenden Produktion von Bauteilen führt.
„Wir sind mit unserer IT-Infrastruktur bereits sehr gut aufgestellt. Sicherheit behält hohe Priorität. Weitere wichtige Themen sind weitergehende Automatisierungen sowie Augmented Reality und künstliche Intelligenz“, resümiert Johannes Lehde. So baut das Unternehmen aktuell beispielsweise die Fähigkeit aus, Bestandsgebäude mit 3D-Scannern aufzunehmen, deren Daten dann in Punktwolken weiterverarbeitet werden können. Dadurch profitieren das Unternehmen und seine Kunden von einer noch höheren Planungssicherheit und einer weiter verbesserten Projektqualität.
Benefits
- Stabiler und sicherer Betrieb der grundlegenden IT-Infrastruktur
- Sichere Datenhaltung in Tier 3 ISO 27001-zertifiziertem Rechenzentrum
- Kontinuierliche Weiterentwicklung, abgestimmt auf neue Anforderungen
- Entlastung des internen Teams und Konzentration auf das Kerngeschäft
- Kurze Reaktionszeiten und vertrauensvolle Zusammenarbeit
- Dynamische Umgebung mit skalierbaren virtuellen Servern
Key components
- Managed IaaS auf aktuellen Betriebssystemen
- Microsoft Active Directory und M365
- Managed Backup
- Microsoft SQL Services
- Connectivity Services
- IT-Security
Wir arbeiten jetzt seit mehr als sechs Jahren zusammen und sind mit dem Service sehr zufrieden. Die Wege sind kurz, der Betrieb ist sehr stabil, und das Team denkt mit.
Manuel Multhaupt, Systemadministrator
Über J. Lehde GmbH
Die J. Lehde GmbH, 1946 gegründet, ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Soest (Westf.). Es bietet umfassende Beratung und Planung sowie die schlüsselfertige Umsetzung von Industriebauten und die Produktion hochwertiger Betonfertigteile. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Wert: Als CSC-zertifiziertes Unternehmen setzt Lehde auf ressourcenschonende Prozesse und umweltfreundliche Baukonzepte. Die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Bauprojekte. Mit 140 engagierten Mitarbeitern verbinden die Geschäftsführer Martin Butz und Johannes Lehde Tradition mit zukunftsorientiertem Denken.